Pastor Detlev Brick ist enttäuscht: Nur noch der Stein ist da, die Bank aber weg.
Pastor Detlev Brick ist enttäuscht: Nur noch der Stein ist da, die Bank aber weg. Kai Horstmann
Vandalismus

Zerstörte Borrentiner Bank sorgt für Ärger

Der Glaube soll ja selbst Berge versetzen, das Verschwinden der Bank auf dem Marienpilgerweg hat aber eine sehr weltliche Ursache und ärgert die Gemeinde.
Borrentin

Kaum war sie da, ist sie schon wieder weg. Die Rede ist von einer massiven Holzparkbank, die die ev. Kirchengemeinde Verchen-Kummerow bei Borrentin aufgestellt hat. Sie sollte Wanderern auf dem Marienpilgerweg entlang des Kummerower Sees Gelegenheit für eine Verschnaufpause bieten.

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Die Bank war erst im Dezember aufgestellt worden und nun entdeckten man sie in einem Graben zwischen dem Pilgerweg und einem Feld, abseits ihres eigentlichen Standorts. Dabei hatte man die Füße extra in einen Betonsockel gesteckt, damit sie eben nicht gestohlen wird.

Aus der Verankerung gerissen

Deshalb geht Pastor Detlev Brick von einer Sachbeschädigung oder einem versuchten Diebstahl mit schwerem Gerät aus. „Wir haben am Mittwoch festgestellt, dass die Bank auf dem Weg zwischen Meesiger und Gnevezow aus der Verankerung gerissen wurde. Uns alle aus dem Vorbereitungsteam verletzt das zutiefst“, berichtet Detlev Brick.

Der Pilgerwegs verbindet auf knapp 30 Kilometern die Kirchen von Verchen, Sommersdorf, Wolkwitz und Moltzahn miteinander. Offiziell ist der Weg wegen eines persönlichen Schicksalsschlags innerhalb des Projektteams noch gar nicht eingeweiht. Dies soll im April oder Mai nachgeholt werden. Insgesamt gab es auf dem Marienpilgerweg sieben Bänke, von denen eine jetzt fehlt.

Angriff auf Arbeit tut weh

Wo sie gestanden hatte, liegt ein großer Feldstein, auf dem die Marien-Logos der Evangelischen Kirchengemeinde Verchen-Kummerow zu sehen sind. Die Logos wurden genauso wie die Bänke und die Broschüre von einer Webdesignerin im Team der Kirchengemeinde entworfen, die Sitzbänke wurden sogar in der Region hergestellt.

„Die Bank könnte sicher ersetzt werden, aber ein großer Teil unserer Arbeit wird damit angegriffen und das tut sehr weh. Wir möchten für die Menschen unserer Region und für die Touristen ein Angebot machen und dann kommen einfach Menschen und nehmen sich das Recht heraus, diese Arbeit zu zerstören! Ein Gewissen scheinen sie nicht zu haben“, sagt Detlev Brick enttäuscht.

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Kommentare (1)

Keine Bänke mehr im Nirgendwo.