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Zieht der Landkreis weitere Mitarbeiter ab?

VonGeorg WagnerWenn es ganz schlimm kommt, muss Demmin zusätzlich zum bisherigen Aderlass fürchten, dass der Großkreis nochmals die Hälfte seiner ...

VonGeorg Wagner

Wenn es ganz schlimm kommt, muss Demmin zusätzlich zum bisherigen Aderlass fürchten, dass der Großkreis nochmals die Hälfte seiner Mitarbeiter abzieht, die jetzt in der Peenestadt arbeiten.

Demmin.Die früheren Kreisstädte Demmin, Waren und Neustrelitz in Vorpommern-Greifswalds Nachbarlandkreis Mecklenburgische Seenplatte werden zwar voraussichtlich weitere Kürzungen bei der Verwaltung zugunsten Neubrandenburgs hinnehmen müssen. Doch wie viel abgezogen wird, das ist gegenwärtig offen. „Wir werden jedoch keine Standorte platt machen“, versicherte jüngst Vize-Landrat Siegfried Konieczny (Die Linke). „Wenn aus Gebieten wie Demmin die Verwaltung abgezogen würde, geht in jedem zweiten Laden das Licht aus.“
Allerdings lässt der Landkreis seine gesamte Organisation überprüfen. Dabei geht es auch um die Frage einer stärkeren Zentralisierung sowohl auf Neubrandenburg als auch an den Regionalstandorten. In Demmin wäre das die Adolf-Pompe-Straße, während die Standorte im Reitweg, der Beethovenstraße und im derzeitigen Gesundheitsamt offenbar aufgegeben werden sollen. Etwa 80 bis 100 Dienstposten werden laut Konieczny bleiben. Das entspräche in etwa einer Halbierung des derzeitigen Bestandes.
Ob es tatsächlich so kommt, ist laut Landrat Heiko Kärger (CDU) indessen völlig offen. Sollten 300 Leute nach Neubrandenburg wechseln, wäre Platz nötig. „Das erschließt sich mir noch nicht“, sagte er. Es handele sich nur um ein mögliches Szenario unter vielen. „Die Frage ist, was es wirtschaftlich bringt und wie weit es die Region schwächt.“