Sport oder Abriss?
Zukunft der Werner-Seelenbinder-Halle in Demmin ungewiss

Ihre Werner-Seelenbinder-Halle lassen die Stadtwerke gegen Gebühr wieder für den Sport nutzen. Würde der Kreisel für die Bahnübergänge gebaut, müsste sie aber mindestens teilweise verschwinden.
Ihre Werner-Seelenbinder-Halle lassen die Stadtwerke gegen Gebühr wieder für den Sport nutzen. Würde der Kreisel für die Bahnübergänge gebaut, müsste sie aber mindestens teilweise verschwinden.
Georg Wagner

Die Stadt hat die Halle am Bahnübergang an die Stadtwerke verkauft, weil sie nicht mehr benötigt wurde. Doch was wird aus ihr, wenn dort umgebaut wird?

Bei der Umgestaltung der Bahnübergänge Jarmener Straße und Pensiner Weg in Demmin geht die Weichenstellung anscheinend in Richtung eines Kreisverkehrs, nachdem die Bahn das alte Planfeststellungsverfahren zurückgezogen hat. Laut Auskunft des Demminer Bauamtsleiters, Dietmar Schmidt, nahmen bei einer Gesprächsrunde im Straßenbauamt Anfang der Woche alle Seiten die Kreisellösung grundsätzlich positiv auf. Allerdings handelte es sich dabei nach Darstellung Schmidts nur um eine Art Sondierung. Es ging noch nicht um konkrete Planungen.

Sollte die Kreiselvariante tatsächlich in den Fokus rücken, müsste indes aus Platzgründen die Werner-Seelenbinder-Halle zumindest teilweise abgerissen werden. Sie gehört den Stadtwerken. Die Stadt selbst hatte sie mit dem Bau der neuen Beermann-Arena nicht mehr gebraucht. Daraufhin hatte das kommunale Unternehmen die Halle gekauft, als es vor rund zwei Jahren um die Gewinnabführung in Höhe von 600.000 Euro ging. Der Kaufpreis wurde damit verrechnet.

Halle wird wieder von Vereinen genutzt

Ursprünglich wollten die Stadtwerke die Halle für betriebliche Zwecke beispielsweise als Lager nutzen. Dem Vernehmen nach war sie dafür in der gegenwärtigen Form aber nicht geeignet. Mittlerweile wird sie nach Auskunft von Karsten Behrens, der seitens der Stadtwerke mit dem Management der Halle beauftragt ist, wieder von verschiedenen Sportvereinen wie dem DSV 91 oder dem Tischtennisverein TTV 03 genutzt.

Anfragen gebe es auch von der Kita in der Wollweberstraße und dem Goethe-Gymnasium. Seit November vorigen Jahres verlangt das Unternehmen dafür Gebühren von den Nutzern. „Es wurde immer gesagt, dass wir die Halle auf längere Sicht nicht kostenfrei zur Verfügung stellen können“, so Karsten Behrens. „Und wir sagen allen, dass wir nicht mittel- oder langfristig zusagen können.“

Dabei geht es zum einen um die Frage, ob Arbeiten an den technischen Anlagen nötig wären. Zum anderen hängt es mit der Kreisel-Option an den Bahnübergängen zusammen. Dessen Bau würden sich die Stadtwerke als Eigentümer der Halle wohl nicht in den Weg stellen, zumal die Stadt als hundertprozentige Gesellschafterin das Unternehmen dazu zwingen könnte. Allerdings müssten Stadt oder Bahn ihnen die Halle erst einmal abkaufen, da sie nicht über fremdes Eigentum verfügen können. Wer das in welcher Form machen würde, auch dazu gibt es bislang keine konkreten Festlegungen. Dietmar Schmidt vermutet, dass es zu einer prozentualen Aufteilung unter den am Bau Beteiligten kommen könnte. „Details wurden aber noch nicht festgelegt.“

Kommentare (1)

wird zusehends lückiger und leerer. Die Zukunft - nicht nur dieser Halle - ungewiss.