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Der Tiger fährt die Krallen aus: Jagd aufs grüne Jackett

Star der Szene: Tiger Woods ist in Augusta Favorit. [KT_CREDIT] FOTO: dpa

Von sid-KorrespondentNicolas ReimerIn der „Kathedrale des Golfsports“ beginnt der Kampf um den Major-Titel. Superstar Tiger Woods ist der Mann, den es ...

Von sid-Korrespondent
Nicolas Reimer

In der „Kathedrale des Golfsports“ beginnt der Kampf um den Major-Titel. Superstar Tiger Woods ist der Mann, den es beim
US Masters in Augusta
zu schlagen gilt.

Augusta/Köln.Die passenden Schuhe hat sich Tiger Woods zur Sicherheit schon mal liefern lassen. Sportliche Sneaker, halbhoch, in knalligem Grün. Vor der Jagd auf das wenig geschmackvolle, aber äußerst begehrte gleichfarbige Jackett ist der Golf-Superstar auf einen möglichen Triumph beim US Masters von morgen an in Augusta also bestens vorbereitet. Und während sich Hauptkonkurrent Rory McIlroy auffallend kleinlaut gibt, bläst Branchenführer Woods selbstbewusst wie eh und je zur Attacke. „Ich will nicht so stark sein wie früher. Nein, ich will noch viel besser werden“, sagte der wiedererstarkte Woods, der nach Krisen stärker zurück kam.
Allein die Bilanz der bisherigen Saison gibt ihm Recht. Bei fünf Turnieren war Woods in diesem Jahr an den Abschlag gegangen, drei Siege sprangen dabei heraus. Nach zweieinhalb Jahren Unterbrechung war der 37-Jährige unter anderem deshalb Ende März auf den Golf-Thron der Nummer eins zurückgekehrt. „Mit dem Alter realisiert man allerdings, dass es ein kleines bisschen schwieriger wird“, gestand Woods, der in den vergangenen Wochen auch durch seine Beziehung mit Ski-Ass Lindsey Vonn für Schlagzeilen gesorgt hatte. „So ist eben das Leben“, fügte der Superstar mit großer Selbstzufriedenheit an.
Dass es Woods in Augusta im US-Bundesstaat Georgia zu schlagen gilt, steht außer Frage – zumal ihm der anspruchsvolle Kurs liegt. Viermal schlüpfte er bereits in das begehrte Sakko.
Der insgesamt 15. Major-Triumph würde ihn auch ein Stück näher an Rekordhalter Jack Nicklaus (18) bringen. Allein schon wegen dieser beeindruckenden Zahlen geizt Woods' Vorgänger McIlroy nicht mit Lobhudeleien. „Ich habe immer gesagt, dass er auf dem Kurs einer der Größten ist“, sagte der Nordire, den Woods an der Spitze der Weltrangliste abgelöst hatte: „Wer ihn schlagen will, muss wirklich sehr, sehr gut spielen.“ In diesen Tagen scheint „Roars“ trotz großer Probleme zu Beginn der Saison ohnehin der Einzige zu sein, der dem großen Favoriten Paroli bieten könnte.