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Die Rettungsweste gehört an den Leib

Nicht nur auf der Straße, sondern auch auf dem Wasser werden Geschwindigkeitsübertretungen von der Polizei geahndet.

Die Wassersportler der Region haben längst klar Schiff gemacht, die Boote geputzt, das Material geprüft. Auch in dieser Saison wünschen sich die Segler, ...

Die Wassersportler der Region haben längst klar Schiff gemacht, die Boote geputzt, das Material geprüft. Auch in dieser Saison wünschen sich die Segler, Sportbootfahrer, Ruderer und Paddler mindestens „immer eine Handbreit Wasser unterm dem Kiel“.
„Allerdings“, betont Christian Böhl, sollten schon neue und bewährte gesetzliche Regelungen beachtet werden." Eine aktuelle Verordnung erlaubt es nun Laienkapitänen ab 16 Jahren, führerscheinlos mit bis zu 15 PS starken Booten durch die Gewässer zu schippern. Skeptiker fürchten, dass Natur zerstört wird und dass Unfälle dramatisch steigen werden.
„Ob diese Regelung Auswirkungen auf die Sicherheit und Leichtigkeit des Schiffsverkehrs auf dem Wasser haben wird, wird eine der Aufgaben sein, die in dieser Saison auf unsere Beamten wartet“, sieht der Sachbearbeiter im Landeswasserschutzpolizeiamt Mecklenburg-Vorpommern dieser Situation mit ein wenig Neugier, aber auch Gelassenheit entgegen.
„Alle Freizeitkapitäne, die sich erstmals auf das Wasser wagen, können sich auf jeden Fall der Unterstützung der Wasserschutzpolizei in Mecklenburg-Vorpommern sicher sein.“ Dazu können die Wassersportfreunde jederzeit Kontakt mit den örtlichen Wasserschutzpolizeidienststellen aufnehmen, wo ihnen in jedem Fall mit Rat und Information weitergeholfen wird.

Verantwortung tragen die Bootsführer

„Aus meiner Sicht“, erklärt Christian Böhl, „wird es für alle Sportbootführer, die die Regelung ein Sportboot ohne Führerschein zu führen in Anspruch nehmen, erforderlich sein, sich praktischen Erfahrungen im Umgang mit dem Fahrzeug anzueigenen. Das gilt aber auch für diejenigen, die ihre Kenntnisse mit einer entsprechenden Prüfung schon nachgewiesen haben.“ Dazu müssten die Schiffsführer ausreichende Kenntnisse über Fahrregeln, Vorschriften zur Ausrüstung, Lichterführung, Kennzeichnung und des Umwelt- und Gewässerschutzes sowie Vorschriften und Verhaltensweisen, die der Sicherheit der Schifffahrt dienen, kennen.
„Zudem sollte sich jeder Bootsführer vor Fahrtantritt darüber im Klaren sein, dass er verantwortlich für die Sicherheit aller an Bord befindlichen Personen ist. Dazu gehört auch, dass er in der sicheren Führung des Fahrzeuges nicht durch den Genuss alkoholischer Getränke oder anderer berauschender Mittel beeinträchtigt ist“, so der Polizeihauptkommissar.
„Nicht zuletzt weisen wir darauf hin, dass für jede Person an Bord eine Rettungsweste mit entsprechendem Prüfzeichen vorhanden sein sollte“, betont Christian Böhl. Das leucht-farbene Kleidungsstück mit Gütesiegel garantiert, dass ins Wasser gefallene Personen eine ohnmachts-sichere Schwimmlage einnehmen können. „Es hilft dann aber nichts, wenn die Rettungsweste in der Backskiste liegt, wie wir in den vergangenen Jahren oft feststellen konnten. Sie gehört während der Fahrten an den Leib.“
Übrigens: Die Landes-Wasserschutzpolizei wird zum ersten Mal in dieser Saison im und am Wasser Präventionsveranstaltungen für Kinder und Jugendliche, die ihre Freizeit mit Booten auf dem Wasser verbringen und in entsprechenden Vereinen organisiert sind, praxisnah anbieten.