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MV-Politiker fremdeln im Netz

Twitter und Facebook sind aus dem Alltag vieler Landespolitiker nicht mehr wegzudenken. Parlamentarier in MV scheinen aber vielfach noch Berührungsängste zu haben.
dpa
Die Politiker im Landtag von MV sind zurückhaltend, wenn es um Twitter und Facebook geht.
Die Politiker im Landtag von MV sind zurückhaltend wenn es um Twitter und Facebook geht. Marcus Brandt
Schwerin.

Mit sozialen Netzwerken wie Twitter und Facebook tun sich Mecklenburg-Vorpommerns Landespolitiker noch schwer. Nur 52,1 Prozent der Landtagsabgeordneten sind in den Netzwerken aktiv, fand der Hamburger Politikberater und Social-Media-Experte Martin Fuchs heraus. Damit liegen die Parlamentarier aus dem Nordosten weit hinter ihren Kollegen aus den anderen norddeutschen Bundesländern.

Am aktivsten sind Niedersachsens Landespolitiker, von denen mehr als 86 Prozent Botschaften über soziale Netzwerke verbreiten. Dahinter folgen die Stadtstaaten Hamburg (80,2 Prozent) und Bremen (77,1 Prozent) sowie Schleswig-Holstein (75,4 Prozent). Trotz des Abstandes kommt Fuchs zum Schluss, dass auch die Politiker in Norddeutschland „in Social Media angekommen“ sind.

Manuela Schwesig (SPD) ist ein fleißiges Facebook-Bienchen

Die Reichweite der Internet-Netzwerke und deren Vorteile haben Politiker wie der Bundestagsabgeordnete Eckhardt Rehberg aus Marlow bei Rostock rasch erkannt. Der frühere CDU-Landeschef, gerade 60 Jahre alt geworden, gehört unter den MV-Vertretern in Berlin zu den fleißigsten Nutzern, neben Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD). Die 39-Jährige aus Schwerin verabschiedete sich auf ihrer Facebook-Seite mit einem bunten Kinderbild in die Osterferien.

Spitzenpolitiker im Land lassen eher mitteilen, als dass sie selbst aktiv die Tasten ihrer Smartphones oder Tablet PCs drücken. So zeigt der Twitter-Account von Ministerpräsident Erwin Sellering gerade eine Aktivität: „Test Test“. Auf seiner Facebook-Seite lässt er einen Fernsehbeitrag posten und lädt zur Bürgersprechstunde ein – im September 2013. Aktueller geht es auf der Seite von Innenminister und CDU-Landeschef Lorenz Caffier zu, der auch über Facebook die gerade veröffentlichte Unfallstatistik verbreitete. Ende März freute er sich mit einem persönlichen Zwei-Zeilen-Eintrag über den Sieg seines Heimat-Fußballvereins TSG Neustrelitz.

Patrick Dahlemann (SPD) hat die meisten Twitter-Follower

Twitter ist bei der politischen Elite im Land mit 16,9 Prozent noch weniger verbreitet als Facebook. In Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen liegt der Anteil mit rund 35 Prozent doppelt so hoch. Im Bundestag seien es rund 51 Prozent. „Für Landespolitiker ist Twitter weniger interessant, da dort die Wirkung für sie geringer ist“, räumt Fuchs jedoch ein.

Für unbekanntere Politiker seien Äußerungen via Twitter aber nach wie vor eine gute Möglichkeit, sich schnell einen Namen zu machen. Doch dafür brauchen sie auch Follower und Freunde. Die meisten unter den Landespolitikern hat Landtagsneuling Patrick Dahlemann aus Torgelow.

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