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Viele wollen mit dem Handy nur telefonieren

Trotz des Erfolgs der Smartphones bleiben vermutlich einfache Handys im Alltag erhalten.
Trotz des Erfolgs der Smartphones bleiben vermutlich einfache Handys im Alltag erhalten.
Rungroj Yongrit

Inzwischen werden mehr Smartphones als einfache Handys verkauft. Doch die billigen Mobiltelefone dürften zumindest in Schwellenländern noch lange populär bleiben, sagen Marktforscher. Samsung und Android sehen sie auf absehbare Zeit als Branchenführer.

Trotz des Erfolgs der Smartphones werden nach Ansicht von Marktforschern auch einfache Handys noch lange nicht verschwinden. „Vor allem in den Entwicklungsländern ist der Preisunterschied zwischen Smartphones und Billig-Handys immer noch sehr groß und die Datennetze nicht ausreichend ausgebaut“, erläuterte Gartner-Analyst Anshul Gupta.

Im dritten Quartal machten die Computer-Handys nach Gartner-Berechnungen 55 Prozent der insgesamt verkauften 455,6 Millionen Mobiltelefone aus. Er rechne damit, dass dieser Anteil schrittweise um jeweils einige Prozentpunkte steigen wird, sagte Gupta.

Android auf dem Höhepunkt

Das Google-System Android hat nach Einschätzung von Gupta mit dem aktuellen Anteil von knapp 82 Prozent des Smartphone-Marktes seinen Höhepunkt erreicht. Dies ist vor allem auf den Zuwachs in China zurückzuführen. Rund 41 Prozent aller Android-Telefone werden inzwischen dort verkauft, nach 34 Prozent vor einem Jahr. Das Geschäft wird von einheimischen Anbietern dominiert, von denen viele außerhalb Asiens kaum bekannt sind.

Zwar werde Windows Phone nach dem Kauf des finnischen Handy-Riesen Nokia durch Microsoft in den kommenden Jahren Marktanteile gewinnen. Aber er sehe auf absehbare Zeit kein Betriebssystem, das die Android-Dominanz in Frage stellen könnte, betonte der Analyst.

Bei den einzelnen Herstellern dürfte in nächster Zeit Samsung kaum einzuholen sein, sagte Gupta. Die Südkoreaner setzten im vergangenen Quartal nach Gartner-Schätzung gut 80 Millionen verkaufte Smartphones ab. Damit kam fast jedes dritte Computer-Handy von Samsung. Ein starker Herausforderer sei Lenovo, sagte der Gartner-Analyst. „Sie verkaufen bisher 95 Prozent ihrer Geräte in China - und sind schon damit der drittgrößte Anbieter weltweit.“ Allerdings erwarte er auf absehbare Zeit nicht, dass Lenovo Samsungs weltweite Spitzenposition angreifen könnte.

Dem kanadischen Smartphone-Pionier Blackberry stehe hingegen eine „sehr harte Zeit bevor“. Die Kunden schrecke die Unsicherheit ab, ob es das Unternehmen in einigen Jahren noch geben werde. Im vergangenen Quartal fiel der Blackberry-Marktanteil nach Gartner-Berechnungen auf 1,8 Prozent von 5,2 Prozent vor einem Jahr.