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Welche Datenflats sind die richtigen?

Mit dem Notebook im Park ins Netz gehen? Mit dem richtigen Datentarif geht das. Bei der Tarifwahl kommt es auch auf die Verfügbarkeit des Netzes an. In einigen Regionen ist die LTE-Abdeckung sogar besser als die mit UMTS.
Mit dem Notebook im Park ins Netz gehen? Mit dem richtigen Datentarif geht das. Bei der Tarifwahl kommt es auch auf die Verfügbarkeit des Netzes an. In einigen Regionen ist die LTE-Abdeckung sogar besser als die mit UMTS.
Jens Kalaene

Wer unterwegs mit Tablet oder Notebook ohne W-Lan surfen will, braucht einen mobilen Datentarif. Angebote gibt es viele – die Unterschiede liegen im Detail.

Die meisten Smartphone-Besitzer haben sie: Datentarife, mit denen man auch außerhalb von W-Lan-Zonen mobil ins Internet gehen kann. Was bei Tarifpaketen fürs Handy Standard ist, müssen Nutzer für ihr Tablet oder Notebook erst dazubuchen.

Wer mobil ins Netz will, braucht zunächst die richtige Hardware. Das kann ein eingebautes Funkmodem sein, oder ein USB-Anschluss für einen externen Surfstick. Und dann gibt es da noch die verschiedenen Übertragungstechniken. 3G steht für eine UMTS-Verbindung, 4G für die deutlich schnellere LTE-Technik. Nach der vorhandenen Hardware richtet sich auch, welchen Tarif man bucht. Kann das Modem nicht im LTE-Netz funken, braucht man auch keinen LTE-Tarif.

Haben Tablet oder Notebook kein eingebautes Funkmodem, ist ein mobiler Hotspot eine einfache Lösung. Auf dem Markt gibt es ab etwa 30 Euro Mobilfunkrouter, die ein kleines W-Lan erzeugen. Angeschlossene Geräte können so ins Netz. „Alternativ können die meisten aktuellen Smartphones einen mobilen W-Lan-Hotspot aufbauen – dann surft das Notebook oder Tablet über den Datentarif des Handys“, erklärt Hans-Georg Kluge vom Telekommunikationsportal „teltarif.de“. Der Nachteil ist, dass man ein weiteres Gerät mit sich herumträgt. Das gilt auch für Surfsticks: „So ein Anbau ist natürlich sperriger“, sagt Johannes Weicksel vom IT-Verband Bitkom.

Einige Tarife bieten Kosten-Airbag

Sind alle Hardwarefragen geklärt, geht es an die Wahl des Tarifs. Grundsätzlich gibt es zwei Arten: Laufzeitverträge mit monatlichem Festpreis und Prepaid-Angebote. Prepaid heißt, dass man vor der Nutzung ein Guthaben auflädt und damit surfen kann, bis es aufgebraucht ist. Bei Laufzeitverträgen bezahlen Kunden für die Dauer des Vertrags einen monatlichen Festpreis.

„Prepaid hat den großen Vorteil der Kostenkontrolle“, sagt Hannelore Brecht-Kaul von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Das gilt aber nur, wenn nach Ende des Guthabens wirklich Schluss mit Surfen ist. „Auch einige Vertragstarife bieten inzwischen einen Kostenairbag, bei denen man eine Maximalsumme angeben kann“, sagt Weicksel. Man bindet sich allerdings längere Zeit an einen Anbieter. Für Gelegenheitssurfer sind Prepaid-Angebote daher die bessere Wahl. „Wer nur hier und da mal einen mobilen Datentarif benötigt, für eine Wochenendreise zum Beispiel, der fährt mit Prepaid-Tarifen besser“, erklärt Kluge. Kosten fallen hier meist einmalig für den Kauf und die Aktivierung der SIM-Karte an. Die Preise für die Nutzung werden pro verbrauchten Megabyte (MB) abgerechnet. Der Vorteil: Wer nicht surft, zahlt auch nicht.

Zusätzlich können Nutzer Stunden-, Tages- oder Monatsflats buchen. Je nach Paket ist ein bestimmtes Datenvolumen mit Hochgeschwindigkeits-Übertragung verfügbar, zum Beispiel 500 MB. Ist es verbraucht, wird die Geschwindigkeit gedrosselt. Tagesflats gibt es für wenige Euro, auch Monatsflats bekommt man unter zehn Euro. Sie unterscheiden sich in der Übertragungsgeschwindigkeit und im Datenvolumen. „Zum Surfen können 7,2 MBit/s ausreichen“, sagt Kluge. Wer bei Streaming und Downloads Wert auf Geschwindigkeit legt, sei mit 20 Mbit/s aber besser beraten. In der Praxis sind die Angaben der Anbieter meist eher theoretische Werte. Die Realität ist langsamer.