Notebook, Ultrabook oder Convertible
Welcher mobile Rechner zu wem passt

Zwei Geräte in einem: Convertibles lassen sich im Handumdrehen vom Notebook in ein Tablet verwandeln.
Zwei Geräte in einem: Convertibles lassen sich im Handumdrehen vom Notebook in ein Tablet verwandeln.
Andrea Warnecke/dpa

Beim Kauf eines mobilen Rechners haben Verbraucher die Qual der Wahl. Soll es das altbewährte Notebook sein oder doch ein leichtes Ultrabook? Oder entscheidet man sich lieber für ein Convertible, das Notebook und Tablet in einem Gerät vereint?

Es ist gar nicht lange her, da galt ein Notebook als Inbegriff für Mobilität. Richtig bequem war das Mitschleppen der meist über drei Kilo schweren Geräte aber schon damals nicht. Wer seinen Rechner heute unterwegs benötigt, hat zum Glück Alternativen.

„Notebooks sind gedacht für Nutzer mit wenig Bedarf an mobiler Nutzung, dafür aber mehr Bedarf an hoher Leistung, großem Speicherplatz und viel Ausstattung“, sagt Jürgen Ripperger vom Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik (VDE). Wer sein Gerät also häufig am gleichen Ort nutzt und viel Speicher und Rechenleistung braucht – etwa für Spiele, Video- oder Bildbearbeitung –, ist mit einem Notebook gut bedient. Für ein bequemeres Arbeiten sorgen auch die im Vergleich zu mobilen Geräten größeren Bildschirme.

Diese Leistung hat aber einen Preis: „Im normalen Betrieb reichen die meisten Notebook-Akkus für zwei bis fünf Stunden“, sagt Timm Hoffmann vom IT-Verband Bitkom. Kleinere, auf hohe Mobilität ausgelegte Notebooks, sogenannte Ultrabooks, halten dagegen je nach Modell zwischen 5 und 10 Stunden lang durch. „Bei Convertibles können es auch mal 16 Stunden oder sogar mehr sein, da die Leistung der Geräte viel schwächer ist“, sagt Stefan Trunzik vom Portal notebookinfo.de.

Ultrabook punktet mit langer Laufzeit

Wer also gesteigerten Wert auf hohe Leistung und Mobilität bei geringem Gewicht legt, sollte sich nach einem Ultrabook umsehen. Diese Bezeichnung dürfen eigentlich nur Rechner tragen, die ganz bestimmte Anforderungen an Größe, Laufzeit und Komponenten erfüllen. Mittlerweile hat der Name sich aber allgemein für kleine und leichte Notebooks mit hoher Akkulaufzeit und energiesparenden Bauteilen etabliert. „Für allgemeine PC-Anwendungen sind Ultrabooks uneingeschränkt geeignet“, sagt Ripperger. Im Vergleich zum größeren Notebook fehlt aber meistens das optische Laufwerk für CDs und DVDs, und es gibt weniger Anschlüsse für Peripheriegeräte.

Convertibles richten sich an Nutzer, die Mobil-Apps und drahtlosen Internetzugang brauchen. Die 2-in-1-Geräte können nämlich sowohl als PC als auch als Tablet genutzt werden.

Die Tastaturen von Convertibles fallen unterschiedlich aus. Die meisten Geräte verfügen über eine vollwertige Tastatur mit Trackpad oder einem Bedienstift. Daneben gibt es statt klassischer Tasten auch sogenannte Touch-Tastaturen – und damit kann es knifflig werden: „Das proaktive Arbeiten mit einer Touch-Tastatur ist selbst für geübte Nutzer bei der Eingabe von längerer Texten schwierig“, sagt Jürgen Ripperger. Und auch Stefan Trunzik stellt fest: „Man braucht auf jeden Fall eine Eingewöhnungsphase.“

Das gilt im Übrigen nicht nur für die Touch-Keyboards. Auch bei der Arbeit mit physischen Tastaturen von Geräten der Zehn-Zoll-Klasse sind durch die kleinen Tasten bei längeren Texten Tippfehler an der Tagesordnung. Convertibles sind deswegen und auch aufgrund der im Vergleich geringeren Leistung eher Geräte zum einfachen Konsumieren, erklärt Trunzik. Zum Produzieren sind dagegen Notebooks und Ultrabooks besser geeignet.

Chip-Speicher ersetzt stromhungrige Festplatte

„Wobei die Grenzen zwischen Notebooks und Ultrabooks immer weiter verschwimmen“, sagt Trunzik. Da immer mehr Daten im Internet heruntergeladen werden, verzichten neue Notebook-Generationen zunehmend auf optische Laufwerke, und die stromhungrige Festplatte weicht immer häufiger einem Chip-Speicher. Dagegen bekommen die Ultrabooks immer leistungsfähigere Prozessoren und Grafikchips.