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Dynamo-Trainer Peter Pacult dankt dem Fußball-Gott

Von sid-KorrespondentJörg SoldwischDynamo Dresden feiert in der 2. Liga einen enorm wichtigen 3:2-Heimerfolg gegen den FC St. Pauli.Dresden.Kampf, Moral und ...

Der Dresdner Anthony Losilla (links) jubelt nach seinem Treffer zum 2:2-Ausgleich gemeinsam mit Romain Bregerie. [KT_CREDIT] FOTO: dpa

Von sid-Korrespondent
Jörg Soldwisch

Dynamo Dresden feiert in der 2. Liga einen enorm wichtigen 3:2-Heimerfolg gegen den FC St. Pauli.

Dresden.Kampf, Moral und Glück – aber für Trainer Peter Pacult waren beim unverhofften und spektakulären Befreiungsschlag des Zweitligisten Dynamo Dresden auch höhere Mächte am Werk. „Wenn es einen Fußball-Gott gibt, dann hat er uns heute belohnt“, sagte der Österreicher nach der famosen Aufholjagd beim 3:2 (0:0)-Heimsieg gegen den FC St. Pauli. Dabei hatte Pacult nach dem zwischenzeitlichen 0:2-Rückstand in der 53. Minute selbst nicht mehr an ein Happyend geglaubt: „Das war ein Riesenschock. Da gehen einem alle Gedanken durch den Kopf – nur keiner an einen Sieg.“
Anders als in den Monaten zuvor stemmten sich die Dresdner vor 29 193 Zuschauern vehement gegen die drohende Niederlage – und wurden dafür belohnt. Filip Trojan (62.), Anthony Losilla (66.) und Sebastian Schuppan (77.) drehten mit ihren Treffern die Partie und lassen den Traditionsklub wieder auf den Klassenerhalt hoffen. Erstmals seit dem 17. Spieltag belegt der achtmalige DDR-Oberligameister in der Tabelle wieder einen Nicht-Abstiegsplatz. Auch der überragende Torschütze Trojan bejubelte die ungeahnten Comeback-Qualitäten im Team: „Nach dem 0:2 waren wir eigentlich mausetot. Es kann aber einfach nicht sein, dass uns das Pech ständig an den Füßen klebt.“
Die Weichen für den Heimsieg stellten die Spieler in der Halbzeitpause. Pacult verriet, dass sich seine Mannschaft erstmals seit seinem Amtsantritt im Dezember 2012 selbst motiviert hätte.Doch der sechste Saisonsieg trug auch Pacults Handschrift. Die offensiven Einwechslungen in der zweiten Halbzeit und die taktische Umstellung auf ein 4-4-2-System zahlten sich aus. Alles andere als ein Sieg hätte Dresden in arge Nöte gebracht. „Dann wäre es unangenehm geworden“, sagte Cristian Fiel. Er warnte aber vor zu großer Euphorie: „Wenn wir am nächsten Wochenende verlieren, sagt wieder jeder, dass der Sieg gegen den FC St. Pauli für den Arsch war.“