Unsere Themenseiten

:

Familie zieht Kleinstadt vor

Altentreptow/Neustrelitz.Endlich eine Stunde länger schlafen! – René Barnstorff ist wirklich froh, dass die neun Monate des extrem frühen Aufstehens ...

Altentreptow/Neustrelitz.Endlich eine Stunde länger schlafen! – René Barnstorff ist wirklich froh, dass die neun Monate des extrem frühen Aufstehens vorbei sind: Am Freitag ist der Altentreptwer zum letzten Mal bereits um kurz nach fünf Uhr morgend mit der OLA nach Neustrelitz gefahren, um dann dort in den Bus nach Berlin zu steigen.
Wegen der Bauarbeiten der Deutschen Bahn an den Schienen sind seit vergangenem Herbst Pendlerbusse eingesetzt worden (der Nordkurier berichtete), um Fahrgäste zu transportieren.
Und auf diese Busse musste auch René Barnstorff umsteigen – und das täglich. Er ist in Berlin in der IT-Branche tätig, schon seit 2000. Während er bis 2005 noch unter der Woche dort ein Zimmer hatte, war er in den vergangenen Jahren jeden Morgen und jeden Abend stundenlang unterwegs, um zwischen Altentreptow und Berlin zu pendeln. Über drei Stunden hat dabei eine Fahrt immer gedauert.
Warum er nie nach Berlin gezogen ist, sondern Altentreptow die Treue gehalten hat? „Ich wohne mit meiner Familie in einem Mehrfamilienhaus, meine Kinder haben chronische Atemwegserkrankungen. Da ist mir Berlin zu schmutzig und auch zu laut“, erklärt der 41-Jährige. Er freut sich, dass er ab Montag – schon ab Sonntag fahren dann nämlich wieder Züge zwischen Altentreptow und Berlin – keine Minusstunden mehr auf seinem Konto habe. Sein Arbeitgeber sei kulant gewesen, lobt René Barnstorff, der seine Arbeit eher nach den Buszeiten richten musste. Jetzt könne er wieder eine Stunde länger arbeiten, weil sich durch die Direktverbindung mit der Bahn auch die Fahrzeit um eine Stunde verkürzt.pj