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Firmen bei neuen Mitarbeitern vorsichtig

VonMatthias BruckDie Arbeitslosenzahlen in der Region und im Land sind gesunken. Mit ihnen ging allerdings auch die Zahl der freien Stellen ...

VonMatthias Bruck

Die Arbeitslosenzahlen in der Region und im Land sind gesunken. Mit ihnen ging allerdings auch die Zahl der freien Stellen zurück.

Eberswalde.Mit dem beginnenden Frühjahr hat sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt im Nordosten Brandenburgs weiterhin deutlich verbessert. 20092 Frauen und Männer waren in den Landkreisen Barnim und Uckermark arbeitslos gemeldet, das sind so wenig wie seit 1991 nicht. „Wir haben den vierten Monat in Folge die geringsten Arbeitslosenzahlen seit 1991“, konstatierte die Eberswalder Arbeitsagenturchefin Dagmar Brendel am Dienstag auf einer Pressekonferenz. Die Zahl der Arbeitslosen sank im Vergleich zum April 2012 umd 1239, die Quote liegt bei 12,3 Prozent.
„Der einzige Wermutstropfen, den ich vermelden muss: uns wurden weniger freie Stellen als im Vergleichszeitraum im Vorjahr gemeldet“, räumte Dagmar Brendel ein. Der ungebrochen positiven Entwicklung auf dem Arbeitsmark tue das jedoch keinen Abbruch.
In den kommenden Monaten erwartet die Agenturchefin eine Fortsetzung des positiven Trends. „Die Konjunkturprognosen gehen von einer stabilen Entwicklung aus“, versicherte sie. Die Uckermark hat zwar mit einer Arbeitslosenquote von 15,1 Prozent zwar bundesweit wieder den letzten Platz inne (gemeinsam mit Vorpommern-Greifswald, die ebenfalls 15,1 Prozent melden), der Abstand zu den nächstfolgenden Landkreisen und Städten mit hoher Arbeitslosenquoten verringert sich jedoch. Bremerhaven beispielsweise liegt mit 15,2 Prozent auf dem vorletzten Platz.
„Die Uckermark holt auf, auch im Vergleich zum Barnim. Die Arbeitslosenquote in der Uckermark sank innerhalb eines Jahres von 16,9 Prozent auf 15,3 Prozent. Im Barnim sank sie von 11,4 Prozent auf 10,2 Prozent, also nicht so stark wie in der Uckermark“, erläuterte Dagmar Brendel.
Einen Anteil an dieser Entwicklung habe zweifelsohne die Landesgartenschau in Prenzlau, die sich als Jobmotor in der Region erwiesen habe. „Und wir gehen davon aus, dass die Impulse, die von der LaGa gesetzt werden, durchaus nachhaltig sind“, erklärte die Agenturchefin. So seien starke Anreize für die Entwicklung des Tourismus in der Uckerseenregion gesetzt worden.
Häufig nachgefragt seien derzeit auf dem Arbeitsmarkt Berufe in der Pflegebranche und im Hotel- und Gaststättengewerbe. Bewerber mit derartigen Ausbildungen hätten nach wie vor sehr gute Chancen, schnell vermittelt zu werden.