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Fischbrötchen-Prozess: Zeuge belastet Angeklagten

Stralsund.Im sogenannten Fischbrötchen-Prozess hat ein weiterer Zeuge vor dem Stralsunder Landgericht einen aus Demmin stammenden Angeklagten belastet. Der ...

Stralsund.Im sogenannten Fischbrötchen-Prozess hat ein weiterer Zeuge vor dem Stralsunder Landgericht einen aus Demmin stammenden Angeklagten belastet. Der ebenfalls aus Demmin stammende 19-Jährige gestand am Freitag überraschend, im Juli vergangenen Jahres einen Buttersäure-Anschlag auf das Stralsunder Hotel „Schweriner Hof“ verübt zu haben. Zugleich gab er an, von dem mutmaßlichen Rädelsführer der drei Angeklagten zu der Straftat beauftragt worden zu sein. Demnach soll er am 4. Juli 2012 zwei mit Buttersäure gefüllte Gläser aus einem Versteck in einem Stralsunder Wohnhaus erhalten und eines davon im Eingangsbereich des Hotels zerschlagen haben.
Der Inhaber des Hotels hatte zuvor den Einstieg in den lukrativen Fischbrötchen-Verkauf an ehemaligen Fischkuttern auf der Stralsunder Hafeninsel angekündigt. Die drei Angeklagten werden beschuldigt, systematisch und besonders brutal gegen unliebsame Konkurrenz vorgegangen zu sein.
Auf das Konto ihres mafiaähnlich organisierten Netzwerkes sollen auch Brandanschläge auf ein Auto und einen Fischkutter, ein Überfall auf den Stralsunder Bauamtsleiter Dieter Hartlieb sowie eine versuchte Bombenanschlag gehen. Bereits vor drei Wochen hatte ein im Zeugenschutzprogramm aufgenommener Kronzeuge Details über die Vorgehensweise der Bande und die brutale Schlägerattacke angegeben. Während des siebenten Verhandlungstages am Freitag präzisierte der unter massivem Polizeischutz stehende 25-Jährige seine Aussagen. Die Verhandlung wird Mittwoch fortgesetzt.rs