Unsere Themenseiten

:

Flugzeug rollt zum Ferienhaus

Die Erde der Hangar wurde schon abgetragen. Spezialplanen verhindern das Besiedeln durch Fledermäuse. [KT_CREDIT] FOTO: elke Enders

VonElke EndersDas Holzfliegertreffen hat dem Müritz-Airpark in Lärz Aufmerksamkeit beschert. Nun soll es auch baulich vorangehen.Lärz.Der Name ist schon ...

VonElke Enders

Das Holzfliegertreffen hat dem Müritz-Airpark in Lärz Aufmerksamkeit beschert. Nun soll es auch baulich vorangehen.

Lärz.Der Name ist schon da, und der verkündet Einzigartiges, das auf dem Müritz-Flugplatz Rechlin-Lärz entstehen soll: ein Müritz-Airpark, der europaweit seinesgleichen sucht. Mit dem Flugzeug zum Ferienhaus zu rollen, das gebe es zwar schon. Ein Modell, das vor allem aus den USA bekannt ist. Allerdings die Kombination mit dem Wassertourismus sei bislang nahezu konkurrenzlos. Aber genau das macht die Nähe zum Müritz-Havel-Kanal möglich. Nun soll das Vorhaben auch baulich untersetzt werden. Noch in diesem Jahr werden die ersten beiden Flugzeug-Shelter zu Ferienhäusern umgebaut, kündigte Berthold Held, Geschäftsführer und Mitgesellschafter des Müritz-Airparks, jetzt an.
So ist der Bebauungsplan für das weitläufige, frühere Militärflugplatzgelände inzwischen bewilligt. Wenn auch mit hohen Naturschutzauflagen verbunden, kann mit dem Umbau der Hangar und der Errichtung des Ferienparks begonnen werden. Einige Vorkehrungen wurden auch schon getroffen. Insbesondere der Fledermausschutz genießt einen hohen Stellenwert. So wurden die beiden Hangar, die als erstes zum Feriendomizil umgebaut werden, mit Netzen versehen, die das Besiedeln durch Fledermäuse verhindern. Dafür wurden den nachtaktiven, unter Schutz stehenden Säugetieren Alternativ-Quartiere angeboten, die in Form eines kleineren Fledermaushauses neben den Hangarn aufgestellt wurden. Auch fünf stählerne Schwalbentürme, die Ersatz-Nistmöglichkeiten für die Vogelwelt bieten, liegen schon bereit. Sie werden demnächst aufgebaut, um in Zukunft, wenn voraussichtlich immer mehr Ferienhäuser auf dem einst naturbelassenen Gelände entstehen, den Nesterbau zu erleichtern.
Interessenten für die Ferienhäuser gebe es inzwischen reichlich, sagte Held. Aber er bat gleichzeitig um Geduld, was den sichtbaren Baufortschritt anbelangt. „Wir sind Flieger, keine Immobilienmakler“, warb er um Verständnis, dass nicht alles von heute auf morgen passieren könne. Rom wurde eben auch nicht an einem Tag gebaut.

Kontakt zur Autorin
e.enders@nordkurier.de