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Formverbessert gespielt, dennoch wieder kein Punkt

VonGunnar HafferFußball-Landesligist Rot-Weiß Prenzlau hält die Partie in Schönwalde lange offen, verliert jedoch durch einen Elfmetertreffer ...

VonGunnar Haffer

Fußball-Landesligist Rot-Weiß Prenzlau hält die Partie in Schönwalde lange offen, verliert jedoch durch einen Elfmetertreffer 0:1.

Prenzlau.Für Fußball-Ästheten war das wahrlich wenig, was die beiden Kontrahenten in Schönwalde ablieferten. Die Gastgeber rechneten 31:4 Eckbälle zusammen. Nutzen brachte keiner. Die drückende Überlegenheit des SSV gab es aber von Beginn an.
Tief in die eigene Hälfte gedrückt, brachten die Prenzlauer alles auf, was an Verteidigungsarbeit irgendwie ging. Silvio Ulrich, Manuel Wilski und Michael Kraft leisteten Schwerstarbeit am und im eigenen Strafraum. Auch Matthias Böge und Sebastian Leege halfen kräftig mit.
Jonny Ratajczak probierte es für die Platzherren als erster – sichere Beute von Prenzlaus überragendem Schlussmann Udo Burmeister (9.). Auf der anderen Seite donnerte Stephan Bethke einen 25-m-Freistoß in die gegnerische Mauer, ehe Sebastian Leege den Nachschuss über den Kasten drosch (18.). Simon Thümmler verzog für Schönwalde ebenso (20.), Christian Köhr versuchte es immer wieder über rechts, seine Flanken erreichten keinen Mitspieler (20., 24., 28.). Auch Nils Pinkert verzog (25.), während Marcel Urbanowicz, erneut einzige FSV-Spitze, seine Qualitäten in der Abwehrarbeit beweisen musste. Als Erfolgsrezept erwies sich die rot-weiße Abseitsfalle. Bis zur Pause konnte die SSV-Elf durch Thümmler und die Rot-Weißen durch Kapitän Stephan Bethke nach toller Flanke von Christoph Bucher ihre Chancen nicht nutzen.
Nach der Pause das gleiche Bild. Bei den Gastgebern aber wurde die Unzufriedenheit immer lautstärker. Aus dem Spiel heraus fehlten die entscheidenden Angriffsakzente. So hielten die Prenzlauer das 0:0. Dauerdruck – nach einer Stunde Spielzeit zelebrierten die Gastgeber dann ein „Powerplay“ mit Eckball-Festival, es brannte lichterloh im Prenzlauer Strafraum.
Spielentscheidend aber die 75. Spielminute. Michael Kraft stoppte unfair einen Schönwalder Angriff über links. Schiedsrichter Buhl zögerte leicht, ließ sich durch seinen Assistenten Rico Lemke beraten und gab den Foulstrafstoß. Benedikt Bundschuh verwandelte sicher zum 1:0 (75.). Der Schönwalder Jubel fand kaum Grenzen, während sich die Köpfe bei den Prenzlauern senkten. „Hier war ein Punkt drin“, so Manuel Wilski, was auch Trainer Wernfried Rauch bestätigte.