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Fracksausen auf Schalke vor dem Millionen-Endspiel

Jermaine Jones (l.) und Joel Matip nach dem Spiel gegen Stuttgart. In Freiburg geht es heute um viel für die Schalker. [KT_CREDIT] FOTO: Kevin Kurek

VonMatthias JungTrainer Keller und sein Team stehen vor dem Duell in Freiburg um die Champions League unter riesigem Druck. Bei einer Niederlage wäre das ...

VonMatthias Jung

Trainer Keller und sein Team stehen vor dem Duell in Freiburg um die Champions League unter riesigem Druck. Bei einer Niederlage wäre das Saisonziel verfehlt.
Freiburg.Anspannung auf Schalke, Zugabe für den SC Freiburg: Während die Überraschungself aus dem Breisgau dem entscheidenden Spiel um die Champions-League-Qualifikation entspannt entgegensieht, steht für Schalke 04 heute der Erfolg einer ganzen Saison auf dem Spiel. Verlieren ist für den Fußball-Bundesligisten beim Topspiel im ausverkauften Freiburger Stadion deshalb verboten. „Die Mannschaft hat ein großes Ziel und weiß, worum es geht“, sagte Schalkes Trainer Jens Keller vor dem Showdown um Platz vier und demonstrierte Entschlossenheit. „Wir gehen mit Anspannung, Zuversicht und einem Schuss Lockerheit in das Spiel.“ Dabei steht auch der 42-Jährige enorm unter Druck. Denn sollte Schalke die Königsklasse verpassen, dürfte die Debatte um Keller, der gerade erst seinen Vertrag verlängert hat, wieder aufflammen.
Mit einem Sieg würden die Gäste sicher in der Qualifikationsrunde zur Champions League stehen. Ein Remis reicht nur dann, wenn Eintracht Frankfurt nicht mit mehr als vier Toren Unterschied gegen den VfL Wolfsburg gewinnt. Behält aber Freiburg die Oberhand, zieht der Sportclub an Schalke vorbei und kämpft im Sommer seinerseits um den Einzug in die Königsklasse. Das Saisonziel wäre verfehlt. In diese Situation brachte sich die Revierelf durch die 1:2-Pleite gegen den VfB Stuttgart selbst. Die folgende Kritik von Aufsichtsratschef Clemens Tönnies, die Spieler hätten nicht die richtige Einstellung, wollte Keller aber so nicht stehen lassen. „Ich kann nicht sagen, dass die Mannschaft nicht mitzieht, auch, wenn manchmal die Ergebnisse ausbleiben“, erklärte er. Vor Freiburg müsse er das Team nicht mehr motivieren. „Die Spieler hätten einen falschen Job, wenn sie jetzt einen Tritt brauchen würden“, sagte Keller. „Sie wissen, dass nach dem Spiel nichts mehr zu korrigieren ist.“ Kapitän Benedikt Höwedes versicherte: „Wir sind Schalke und haben die bessere Mannschaft.“ Das sieht auch Bundestrainer Joachim Löw so, der im Stadion sein wird. „Schalke hat den Anspruch, in der Champions League zu spielen“, meinte er. „Schalke muss, für sie wäre das Verpassen der Champions League eine große Enttäuschung.“ Die Freiburger schotten ihr Team indes seit Tagen ab, um sich nicht ablenken zu lassen. „Wir wollten uns auf unsere Arbeit konzentrieren, und die Jungs haben genug Zeit zum Ausruhen bekommen“, erklärte SC-Trainer Christian Streich. Klingt nach Kampfansage.