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Altersvorsorge? Junge Leute denken eher ans Heute

Junge Leute geben ihr Geld lieber für das Hier und Jetzt aus.
Junge Leute geben ihr Geld lieber für das Hier und Jetzt aus.
© Syda Productions - Fotolia.com

35 Prozent der unter 30-Jährigen verzichten auf eine zusätzliche Altersvorsorge. Besonders alarmierend: Es ist jungen Leuten durchaus bewusst, dass sie im Alter nicht allein von der gesetzlichen Rente leben können.

Zugegeben: Für die Mehrheit der Jugendlichen gibt es sicher interessantere Themen als die Rente. Dabei sollte sich gerade die jüngere Generation intensiver damit beschäftigen und rechtzeitig für das Alter vorsorgen.

Laut einer Studie gehen mehr als die Hälfte der 2500 Befragten zwischen 17 und 27 Jahren davon aus, weit über das gesetzliche Renteneintrittsalter hinaus arbeiten zu müssen. Sie geben ihr Erspartes eher für den nächsten Urlaub, größere Anschaffungen, die Ausbildung oder das Studium aus. Das geht aus der MetallRente Studie „Jugend, Vorsorge, Finanzen” hervor.

Für Klaus Hurrelmann, Sozialwissenschaftler und Mitherausgeber der Studie, ist diese Gegenwartsbezogenheit absolut nachvollziehbar. „Denn die jungen Leute entscheiden sich für Dinge, die ihnen aktuell von Nutzen sind und nicht für etwas, von dem sie nicht wissen, ob es ihnen später tatsächlich hilfreich sein wird. Ihnen ist klar, dass Bildung Vorteile am Arbeitsmarkt bringt und das Armutsrisiko senkt.”

Fast alle Jugendlichen wünschen sich jährliche und verständliche Informationen über ihre Rentenansprüche. Ferner stimmen etwa zwei Drittel der Befragten einer automatischen Sparregelung zu, die ihnen eigene Entscheidungen abnimmt.