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Aufs Internet verzichten? Für viele unmöglich

Das sogenannte Online-Fasten, also das Abschalten von Smartphone und Computer in der Freizeit, findet laut einer Umfrage nur bei jedem fünften Anklang.
Das sogenannte Online-Fasten, also das Abschalten von Smartphone und Computer in der Freizeit, findet laut einer Umfrage nur bei jedem fünften Anklang.
Sven Hoppe

In der Fastenzeit beginnt sie wieder: Die Zeit der Vorsätze. Eine Internetsperre kommt für viele nicht in Frage. Andere Dinge scheinen entbehrlicher.

Lieber leben viele Deutsche eine Zeit lang ohne Alkohol als ohne Internet. In der Fastenzeit mehrere Wochen auf ein bestimmtes Genussmittel oder Konsumgut zu verzichten - das hält laut einer Umfrage jeder zweite Deutsche für sinnvoll. Bier, Wein oder Schokolade glauben die meisten entbehren zu können, wie eine repräsentative Forsa-Studie für die DAK-Gesundheit ergab. Dagegen findet das sogenannte Online-Fasten, also das Abschalten von Smartphone und Computer in der Freizeit, nur bei jedem fünften Fastenwilligen Anklang.

Knapp über die Hälfte der Befragten gab an, sie hätten schon mal längere Zeit aus gesundheitlichen Gründen Verzicht geübt. Von diesen grundsätzlich zum Fasten bereiten Menschen könnten 67 Prozent am ehesten ohne Alkohol und 66 Prozent ohne Süßigkeiten auskommen. Kein Fleisch zu essen, kommt für 38 Prozent in Frage. Den Fernseher abschalten oder das Rauchen vorübergehend sein lassen würde jeder Dritte. Ein Verzicht auf Computer und Internet ist nur für 21 Prozent vorstellbar. Das Auto würden lediglich 15 Prozent stehen lassen, wie aus den am Montag in Hamburg veröffentlichten Umfrageergebnissen hervorgeht.

Sich aus der Online-Vernetzung zu lösen, scheint immer mehr Menschen schwerzufallen. Die DAK lässt in ihrer jährlichen Umfrage seit 2014 danach fragen. Damals gaben noch 31 Prozent an, am ehesten auf private Computer- und Internetnutzung verzichten zu können. Vor einem Jahr bekundeten 27 Prozent diese Bereitschaft.