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Beim Fasten muss es nicht die harte Tour sein

Wer sich etwas Gutes tun will, kann es mit einer Fastenkur versuchen. Der Körper wird entgiftet, tankt neue Energie – und nebenbei purzeln auch noch die Pfunde. Dafür muss man nicht radikal auf Nahrung verzichten.  

Beim Fasten wird so einiges vorübergehend verboten. Tee ist aber eigentlich immer erlaubt.
Monique Wüstenhagen Beim Fasten wird so einiges vorübergehend verboten. Tee ist aber eigentlich immer erlaubt.

Am Anfang kann es hart sein, aber der Aufwand lohnt sich: Eine Fastenkur – der bewusste Verzicht auf bestimmte Nahrungsmittel – ist eine Wohltat für den Körper. Vor dem Fasten sollte der Körper mit zwei Entlastungstagen, in denen vegetarisch, leicht verdaulich und weniger als sonst gegessen wird, auf die Fastenkur vorbereitet werden. Ein Überblick über einige Arten zu fasten:

Heilfasten:

Beim Heilfasten nach dem Mediziner Otto Buchinger (1878-1966) steht zunächst eine gründliche Darmreinigung mit Glauber- oder Bittersalz sowie gelegentlichen Einläufen an. Dann wird fünf bis sieben Tage, in Kliniken sogar bis 30 Tage, keine feste Nahrung zu sich genommen – es gibt nur Flüssiges mit maximal 500 Kalorien pro Tag, erläutert Michalsen. Leberwickel und Entspannungsübungen gehören ebenfalls zu der Kur.

Suppenfasten:

Dreimal am Tag sind ein bis zwei Teller warme Suppe vorgesehen. Zum Frühstück gibt es eine Haferflocken-Suppe. Haferflocken enthalten viele Vitamine und Mineralstoffe. Sie regen die Fettverbrennung und die Tätigkeit des Darms an.

Fasten mit Obst und Gemüse:

Bis zu fünfmal am Tag nimmt der Fastende eine große Portion frisches Obst und Gemüse zu sich. Das können je nach Geschmack und Saison Äpfel, Erdbeeren, Trauben, Karotten, Fenchel oder Kräuter wie Petersilie sein. Alkohol und Kaffee sind ebenfalls tabu, stattdessen gibt es Wasser und Kräutertees.

Fastenkuren mit Milch und Semmeln:

Diese Fastenkur geht auf den Arzt Franz Xaver Mayr (1875-1965) zurück. Täglich gibt es drei Semmeln mit bis zu einem halben Liter Milch. Vor dem Frühstück und vor dem Abendessen löst der Fastende Bittersalz in Wasser auf und trinkt dieses Gemisch. Zusätzlich werden täglich drei Liter Wasser oder Kräutertee getrunken.