Bald beginnt der Sommer, die Strände werden sich füllen. Doch viele Deutsche werden wohl mit mehr Gewicht auf den Ri
Bald beginnt der Sommer, die Strände werden sich füllen. Doch viele Deutsche werden wohl mit mehr Gewicht auf den Rippen baedn gehen. Franziska Kraufmann
Umfrage

Corona sorgt bei Deutschen für Adipositas-Pandemie

Kaum Bewegung, mehr Langeweile, viel Essen: Laut einer Umfrage haben die Deutschen während der Coronapandemie an Gewicht zugelegt. Vor allem eine Bevölkerungsgruppe war betroffen.
dpa
München

Seit Beginn der Corona-Pandemie haben sich viele Deutsche weniger bewegt – und zugenommen. Das geht aus Ergebnissen einer Umfrage hervor, die das Else Kröner Fresenius Zentrum für Ernährungsmedizin (EKFZ) an der TU München gemeinsam mit dem Meinungsforschungsinstitut Forsa durchgeführt hat.

Im Schnitt 5,6 Kilo zugelegt

Demnach haben rund 40 Prozent der Befragten seit Corona an Gewicht zugelegt – im Durchschnitt 5,6 Kilogramm. Zudem bewegt sich etwas mehr als die Hälfte weniger.

Besonders die 30- bis 44-Jährigen klagten über mehr Last auf den Rippen – und die Menschen, die schon vor der Pandemie ein Gewichtsproblem hatten. Auffällig: Je höher der Body-Mass-Index (BMI), desto öfter gaben die Teilnehmer an, seit Corona zugenommen zu haben. „Corona befeuert damit die Adipositas-Pandemie”, sagte EKFZ-Leiter Hans Hauner.

Jeder Vierte isst aus Langeweile mehr

Die Studie zeigt außerdem, dass 52 Prozent der Befragten in der Corona-Krise weniger aktiv sind. Betroffen seien vor allem Männer, jüngere Menschen und Befragte mit höherem Bildungsstand. Mögliche Gründe: geschlossene Sportvereine und Fitnessstudios.

Wenig geändert hat sich hingegen beim Ernährungsverhalten der Deutschen. Etwa zwei Drittel essen so, wie sie es vor der Krise getan haben. Gut jeder Vierte gab an, aus Langeweile mehr zu essen.

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