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Vorsicht - Mineralöl in der Schokolade

26 Nussschokoladen wurden getestet.
26 Nussschokoladen wurden getestet.
Oliver Berg

Da kann einem der Appetit vergehen: Wenig Nüsse, dafür unerwünschte Stoffe stecken in manchen Schokoladen. Und die könnten sogar Krebs auslösen.

In Nussschokolade steckt laut der Stiftung Warentest oft Mineralöl. Die Tester haben in einer Untersuchung in fast allen geprüften Tafeln sogenannte aromatische Mineralöle nachgewiesen. Diese stehen zum Teil unter Krebsverdacht. Das Bundesinstitut für Risikobewertung rät, die Stoffe in Lebensmitteln zu vermeiden. Die Substanzen stammen vermutlich aus den Verpackungen. Außerdem fanden die Warentester in allen 26 Schokoladen die als weniger kritisch geltenden gesättigten Mineralölfraktionen, berichtet die Zeitschrift „test“.

Das Öl kommt vermutlich aus dem Altpapier

Der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie weist darauf hin, dass dieses Problem nicht nur Schokolade betrifft, sondern auch andere Lebensmittel. Nach seiner Einschätzung stammen die bedenklichen Öle vor allem aus Transportkartons aus recyceltem Altpapier. Altpapier enthalte Mineralölbestandteile und könne diese ausdünsten. Da für die unmittelbare Produktverpackung in der Regel Kartons aus frischen Fasern und keine mineralölhaltigen Farben verwendet würden, sei „meist ausgeschlossen“, dass auf diese Weise Mineralöle in die Produkte gelangten.In drei Produkten fanden sich auch noch die Pflanzgifte Aflatoxine – allerdings unter dem zulässigen Höchstwert.

19 Produkte sind "Gut" und "Befriedigend"

Insgesamt schnitten neun der Schokoladen gut ab. Weitere zehn erhielten die Gesamtnote „Befriedigend“. Mangelhaft waren drei Produkte: Auf ihren Verpackungen wurden falsche Angaben gemacht. Sie enthielten statt natürlicher Aromen künstliche Stoffe oder die angegebene Menge von Haselnüssen fiel geringer aus.