DER KLEINE PIKS

Warum sich eine vorzeitige Grippe-Impfung nicht lohnt

In Kürze kann in Arztpraxen und Gesundheitsämtern die jährliche Grippeimpfung aufgefrischt werden. Für den Nordosten befürchten die Experten keine Engpässe beim Serum. Das hat einen einfachen Grund.
Im Herbst beginnt wieder die Grippezeit. Ein winziger Piks kann Schlimmeres verhindern.
Im Herbst beginnt wieder die Grippezeit. Ein winziger Piks kann Schlimmeres verhindern. Arno Burgi
Neubrandenburg.

"Die Impfstoffe sind größtenteils schon in den Praxen ankommen", sagt Fridjof Matuszewski. Der Demminer Mediziner rät trotzdem noch zur Gelassenheit beim Termin bei der Grippe-Impfung. Erst ab September sei es sinnvoll, sich gegen die Influenza per Spritze schützen zu lassen, weil die Wirkung etwa ein halbes Jahr vorhalte, so der Vize-Vorstandschef der Kassenärztlichen Vereinigung in Mecklenburg-Vorpommern. Die meisten Erkrankungen mit der gefährlich Grippe, die nicht mit einer fiebrigen Erkältung verwechselt werden dürfe, gebe es in den Monaten Januar und Februar.

Impfung lohnt sich vor allem für Ältere

Nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung des Landes haben sich in der vergangenen Grippesaison rund 373 000  Einwohner von Mecklenburg-Vorpommern gegen die Krankheit impfen lassen, die insbesondere bei älteren Patienten tödlich ausfallen kann. "Aus unserer Sicht könnten es ruhig noch ein paar mehr sein", so Matuszewski. Er weiß aber auch, dass es Vorbehalte gegen die Impfung gibt. "Vor allem bei Menschen, bei denen die Krankheit schon im Anflug war und es nach der Impfung zum Ausbruch gekommen ist", erklärt er. Inzwischen gebe es unterschiedliche Impfstoffe für verschiedene Personengruppen.

Empfohlen wird die Grippe-Immunisierung durch das Landesgesundheitsamt Lagus vor allem älteren Menschen ab 60 Jahren, Schwangeren ab dem 4.Monat, durch chronische Erkrankungen betroffenen Personen sowie medizinschem Personal, Lehrern, Verkäufern oder Busfahrern.

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