Unsere Themenseiten

:

Gotteslob mit Trompeten und einer sanierten Orgel

VonPeter BuskeMit glanzvollen Klängen und gottesdienstlichen Ritualen wird die restaurierte Schuke-Orgel in Brüssow wiedergeweiht.Brüssow.Weithin schallen ...

VonPeter Buske

Mit glanzvollen Klängen und gottesdienstlichen Ritualen wird die restaurierte Schuke-Orgel in Brüssow wiedergeweiht.

Brüssow.Weithin schallen am Sonntag die Klänge des Posaunenchores Wallmow-Brüssow über den Marktplatz. Von nah und fern sind Menschen gekommen, um in der rappelvollen St. Sophienkirche der Wiederweihe der restaurierten Schuke-Orgel und der damit verbundenen Eröffnung des 4. „Uckermärkischen Orgelfrühlings“ bei einem Gottesdienst-Konzert beizuwohnen. Ziel des „Frühlings“ und der mit ihm verbundenen „Stiftung Uckermärkische Orgellandschaft“ der Sparkasse Uckermark ist es, historische Orgeln zu erhalten, sie originalgetreu zu restaurieren und spielbar zu halten. „Nun sei diese Orgel in den Dienst Gottes gestellt – zur Freude der Menschen“, weiht Bischof Hans-Jürgen Abromeit schließlich das Instrument. Es präsentiert sich im Originalgehäuse von 1842.
Den bischöflichen Worten, Musik könne mehr ausdrücken als es jedes Wort vermöge, lassen Organist Matthias Eisenberg und das Dresdner Trompetenensemble „Joachim Schäfer“ sogleich die festlichen Klangtaten folgen. Im Glanz strahlender Prinzipalstimmen spielt Eisenberg Johann Sebastian Bachs Präludium und Fuge Es-Dur BWV 552: hell, leuchtend, majestätisch aufrauschend. Und sogleich wird hörbar: Die 19 Register mit ihren 1242 Pfeifen orientieren sich an barocker Disposition. Sie zeichnen klar und präzise, springen leicht an.
Eisenberg genießt den Farbenreichtum des Instruments. Er tastatiert und pedalisiert locker und fantasievoll, wie improvisiert und überaus spielfreudig. In der Bearbeitung von Mozarts „Zauberflöten“-Ouvertüre zieht er wahrlich alle Register, um sie bis an die Grenze des Möglichen auszureizen. Wieselflinke Läufe und Verzierungen hält er parat, um zusammen mit dreifachem Trompetenglanz und knochenharten Paukenattacken das Bachsche D-Dur-Concerto nach der Kantate „Wie danken dir, Gott“ in virtuose Festlichkeit zu verwandeln.
Diesem Leitgedanken folgen in gleicher Besetzung ein ziemlich martialisches Barock-Concerto von Giuseppe Romanino sowie und Ausschnitte aus dem „Te Deum“ von Marc-Antoine Charpentier mit strahlendem Marche de Triomphe und jenem Prelude, das als Eurovisionsfanfare bekannt geworden ist. Nun also ist die Uckermark um ein zusätzliches Klangod reicher.