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21, 5 Millionen Euro für neuen Uni-Campus

Uni-Rektorin Professor Johanna Eleonore Weber und Heike Polzin, Finanzministerin des Landes Mecklenburg-Vorpommern, beim Füllen der Zeitkapsel, die im Baugrund verschwindet.             
Uni-Rektorin Professor Johanna Eleonore Weber und Heike Polzin, Finanzministerin des Landes Mecklenburg-Vorpommern, beim Füllen der Zeitkapsel, die im Baugrund verschwindet.  
Ulrike Rosenstädt

Der Grundstein für den neuen Greifswalder Universitäts-Campus ist gelegt. Auf dem Gelände in der Loefflerstraße rund um die ehemalige alte Chirurgie entstehen bis Ende 2016 ein Hörsaalgebäude, eine Bibliothek sowie eine Mensa.

Satte 21,5 Millionen Euro finanziert das Land Mecklenburg-Vorpommern in den neuen Greifswalder Universitäts-Campus in der Loefflerstraße. „Das ist ein deutliches Zeichen dafür, dass wir sehr wohl um die Bedeutsamkeit unserer Universitäten im Land wissen“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Finanzministerin Heike Polzin. Ihr Blick ging dabei in Richtung Zaungäste. Einem Aufruf des Allgemeinen Studierenden Ausschusses (AStA) der Greifswalder Uni folgend, hatte sich eine kleine aber sehr lautstarke Gruppe zusammengefunden, um gegen die vom Land geplanten Mittelkürzungen bei den Universitäten zu protestieren. Gemeinsam mit der Rektorin der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, Professor Johanna Eleonore Weber, versenkte Ministerin Polzin schließlich traditionell eine aktuelle Tageszeitung sowie Münzen, die dem gesamten Vorhaben nicht zuletzt Glück bringen sollen.

An dem neuen Standort werden die künftigen Geistes- und Sozialwissenschaftler Lehre und Forschung erfahren. Auch das Studienkolleg zieht in die modernen Gebäude ein. Betreut wird das gesamte Projekt vom Betrieb für Bau und Liegenschaften Mecklenburg-Vorpommern. Hiesige Bauarbeiter, unter anderem eine Firma aus Jarmen, sind derzeit bereits auf der Baustelle im Einsatz. Und nicht zu vergessen: die Archäologen. In diesem Falle Cathrin Schäfer und Janine Zorn, die am Montag die Gelegenheit nutzten, um einige wertvolle Fundstücke zu präsentieren – unter anderem Angelgerätschaften wie Netzsenker und Netzschwimmer, die sie bei Ausgrabungen auf der Baustelle in einem Holzhaus aus dem 13. Jahrhundert gefunden haben.