BRANDSTIFTUNG?

▶ Ein Toter und 16 Verletzte nach schwerem Brand in Greifswald

Eine Wohnung in einem Hochhaus in Greifswald hat in Flammen gestanden. Mehrere Personen sind verletzt worden, für eine kam jede Hilfe zu spät.
Brand in elfter Etage in Greifswald
Brand in elfter Etage in Greifswald Felix Gadewolz
Die Polizei und Sanitäter kümmerten sich um die Evakuierten in Greifswald.
Die Polizei und Sanitäter kümmerten sich um die Evakuierten in Greifswald. Felix Gadewolz
Lodernde Flammen züngelten aus der Wohnung im elften Stock.
Lodernde Flammen züngelten aus der Wohnung im elften Stock. Felix Gadewolz
Greifswald.

Flammen schlagen aus dem offenen Fenster, Feuerwehrleute versuchen in luftiger Höhe verzweifelt, das Feuer in Zaum zu halten. Dieses dramatische Szenario hat sich in Greifswald in der Nacht von Samstag zu Sonntag ereignet. In einem Mehrfamilienhaus ist ein Feuer ausgebrochen, so die Polizei. 16 Menschen sind verletzt worden, eine Person ist gestorben.

Nach Feuer einen Toten in betroffener Wohnung gefunden

Gegen 21:30 Uhr brach in in der elften Etage des Hauses ein Feuer aus. Die Rettungskräfte der Berufsfeuerwehr, Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Greifswald und Neuenkirchen, der Sanitäts- und Betreuungszug des Katastrophenschutzes und die Polizei Greifswald evakuierten umgehend das komplette Hochhaus. Die evakuierten Bewohner wurden laut der Polizei vorerst in einer Sporthalle in unmittelbarer Nähe untergebracht und durch Rettungskräfte betreut.

Laut einer Zeugenaussage reichte die Länge der Drehleiter nicht ganz. Die Löscharbeiten sollen zwei Stunden gedauert haben. Nach Polizeiangaben konnte eine 64-jährige Frau gerettet werden. Sie erlitt eine Rauchvergiftung und wird derzeit auf der Intensivstation des Klinikums Greifswald behandelt. In der gleichen Wohnung wurde auch eine leblose Person gefunden. Für sie kam jede Hilfe zu spät. Um wen es sich dabei handelt, kann derzeit noch nicht gesagt werden.

Älteres Ehepaar wurde herausgetragen, Polizisten erlitten auch Rauchvergiftung

Weiterhin wurde aus der Wohnung direkt unter der Brandwohnung ein 89-jähriger Mann und eine 84-jährige Frau gerettet, da es ihnen nicht möglich war, selbstständig zu Fuß aus der zehnten Etage das Haus zu verlassen. Sie wurden ebenfalls mit Rauchvergiftungen in das Klinikum eingeliefert. Die vier Polizisten, die das Ehepaar aus der Wohnung retteten und auf die Straße trugen, erlitten ebenfalls leichte Rauchvergiftungen. Eine weitere 80jährige Dame wurde ebenfalls schwerverletzt mit einer Rauchvergiftung im Klinikum Greifswald aufgenommen.

[Video]

Insgesamt wurden zwölf Personen leicht verletzt, vier Personen schwer verletzt und eine Person getötet. Nach einer Weile konnten die meisten Bewohner ihre Wohnungen wieder betreten. In dem betroffenen Hausaufgang sind allerdings mehrere Wohnungen nicht mehr bewohnbar. Die Bewohner werden erst einmal durch die Wohnungsbau-Genossenschaft bereitgestellte Ersatzwohnungen untergebracht.

Kriminalpolizei ermittelt wegen Brandstiftung

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache vor Ort aufgenommen und ermittelt wegen Brandstiftung. Über die geschätzte Höhe des Sachschadens können zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Angaben gemacht werden.

Update:

Nach Information der Kriminalpolizei Anklam legt sich der Brandursachenermittler nicht auf eine Brandursache fest. Ein technischer Defekt an den Geräten, die im Bereich der Brandausbruchsstelle standen, ist möglich. Diese Geräte können aber auf Grund ihrer völligen Zerstörung nicht mehr untersucht werden.

Die Identität der geborgenen toten Person konnte festgestellt werden. Es handelt sich um den 69-jährigen deutschen Bewohner der Brandwohnung.

Der Artikel ist am 31.05.2020 um 10:36 Uhr um die ersten zwei Sätze im dritten Absatz ergänzt worden und um 18:28 Uhr um das Update.

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