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Greifswalder Großsegler fertig für den Winterschlaf

Bis zur neuen Saison: Die Segel werden verstaut.
Bis zur neuen Saison: Die Segel werden verstaut.
Ulrike Rosenstädt

Gibt der Kapitän Signal zum Abtakeln, lassen sich die Seemänner nicht lange bitten. Rund einhundert freiwillige Helfer waren gekommen, um den Greifswalder Großsegler winterfest zu machen.

Für die „Greif“ kann der Winter kommen. Das Segelschulschiff wurde jetzt abgetakelt. Um mit dabei zu ein, kamen natürlich nicht nur die Seeleute der Stammbesatzung. Auch Mitglieder des Fördervereins „Rahnsegler Greif“ und die Hand-für-Koje-Segler waren mit von der Partie. Einige von ihnen legen schon etliche Kilometer zurück, um pünktlich zum Start der Aktion im Wiecker Hafen zu sein. Der 77-jährige Willi Timm aus Hamburg war ebenso mit dabei wie Lok-Führer Kay Kudell, der im wahren Leben eine S-Bahn durch die Hauptstadt Berlin lenkt. Auch der ehemalige Vormann vom Eisbrecher Stefan Janzen, Seebär Rätzer aus Rostock-Warnemünde, packte kräftig mit an. Abmontiert wurden alle beweglichen Teile, die die Greif während der Saison zum Segeln braucht.

In den Regalen des großen Greif-Schuppens landen natürlich nur die Teile, die völlig in Ordnung sind. Alle anderen werden in den Wintermonaten repariert. In der zurückliegenden Saison war die Greif 149 Tage auf See, legte mehr als 6000 Seemeilen zurück und begrüßte schließlich 517 Mitsegler an Bord.