Der Greifswalder Hansering ist zur Dauerbaustelle in der Kreisstadt geworden – und damit zum Nadelöhr für viel
Der Greifswalder Hansering ist zur Dauerbaustelle in der Kreisstadt geworden – und damit zum Nadelöhr für viele Autofahrer. Maximilian Lill
Das Hafenareal soll durch den Umbau attraktiver werden.
Das Hafenareal soll durch den Umbau attraktiver werden. Maximilian Lill
Zwischen den Jahren herrscht Ruhe auf der Baustelle. Anfang Januar geht es weiter.
Zwischen den Jahren herrscht Ruhe auf der Baustelle. Anfang Januar geht es weiter. Maximilian Lill
Stau-Gefahr

Hansering bleibt vorerst Dauer-Baustelle in Greifswald

Acht Millionen Euro kostet der Umbau des Hanserings in Greifswald. Für Autofahrer sind die ständigen Sperrungen ein Ärgernis. Radfahrer und Fußgänger sollen profitieren.
Greifswald

Seit über einem Jahr haben Autofahrer rund um die Greifswalder Innenstadt mit Stau zu kämpfen. Grund dafür ist der Umbau des Hanserings, für Greifswald beinahe ein Megaprojekt. Doch was genau wird dort eigentlich umgebaut?

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Zuschlag an Unternehmen aus der Region

Nach jahrlanger Diskussion über die Umgestaltung des Hanserings zwischen der Steinbecker Brücke und dem Fangenturm, einigte man sich 2020 auf eine konkrete Umsetzung des Projektes. Acht Millionen Euro soll das Vorhaben kosten und die Bauzeit wird auf über zwei Jahre geschätzt. Bausenatorin Jeanette von Busse war vor allem von der Vergabe des Projektes begeistert. So freute es sie, dass mit der ASA-Bau GmbH ein heimisches Unternehmen den Zuschlag für das Riesenvorhaben bekommen hatte.

Geplant sei, so von Busse, den südlichen Museumshafen erheblich durch „Aufenthaltsqualität“ aufzuwerten. Man wolle die Straße schmälern und den dadurch gewonnenen Platz nutzen, um die Promenade mit mehr Bäumen und Bänken attraktiver zu gestalten. Hochstämmige Bäume mit großen Kronen sollen dabei den Hansering beschatten. Die Bäume sollen dabei sowohl die Abgase als auch den Verkehrslärm schlucken. „Wir schaffen auf diese Weise für die Anlieger ein besseres Wohngefühl. Zudem gibt es künftig durch den durchgehenden Grünstreifen mehr Möglichkeiten, den Hansering sicher zu queren”, sagt die Bausenatorin.

Spaziergänger und Radfahrer im Blick

Oberbürgermeister Dr. Stefan Fassbinder sieht vor allem Städteplanerische Chancen. So werde durch die dreispurige Allee ab dem Fangturm der Charakter der historischen Wallanlage weitergeführt. Der Hafen sei auch schon immer Teil der Stadt gewesen und rücke durch die Maßnahmen enger an das Stadtzentrum heran. Auch die breitere Promenade soll den Hafen vor allem für Radfahrer auf dem Ostseeküstenfahrradweg attraktiver machen, so Fassbinder.

Es lässt sich mittlerweile auch schon erkennen wo die Reise des Megaprojektes hingehen soll. Die neuen Fahrbahnen sind fast fertig und sogar die Pflanzung von Bäumen an der südlichen Baumreihe hat begonnen. Im nächsten Schritt werde nun die nördliche Fahrbahn zurückgebaut und mit den Leitungsarbeiten im Bereich Promenade am Museumshafen begonnen. Das bedeutet allerdings auch: Die Verkehrseinschränkungen werden wohl noch Monate andauern.

Für alle Interessierten gibt es auf der Internetseite der Stadt Greifswald ein Bautagebuch, welches regelmäßig mit neuen Bildern und Updates zum Bau ergänzt wird.

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