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In die "StraZe" soll bald wieder Leben einziehen

Das Gebäude in der Stralsunder Straße war zuletzt in desolatem Zustand. Jetzt soll es an die Rettung gehen.
Das Gebäude in der Stralsunder Straße war zuletzt in desolatem Zustand. Jetzt soll es an die Rettung gehen.
zVg

Seit 2008 haben sie gekämpft, jetzt wissen sie: Es hat sich gelohnt. Einer kleinen Initiative ist es gelungen, das baufällige Haus in der Stralsunder Straße 10 vor dem Abriss zu bewahren. Jetzt hoffen sie auf eine blühende Zukunft - am Samstag wird aber erstmal gefeiert.

Seit voriger Woche ist die Tinte trocken unter dem Kaufvertrag zwischen dem Berliner Investor Avila und dem Greifswalder Verein, der das alte Gebäude in der Stralsunder Straße 10 jetzt doch noch vor dem Abriss bewahrt hat. Seit fünf Jahren hatten sich die Aktivisten in dem Verein für eine Rettung des Gebäudes eingesetzt, dass der Berliner Investor eigentlich lieber abreißen und das wertvolle Grundstück neu bebauen wollte.

Weil sich aber seit dem vergangenen Jahr auch die Stadt Greifswald verstärkt für das Gebäude einsetzte, gelang der Transfer jetzt doch noch. Die Aktivisten hatten unter anderem argumentiert, das Gebäude sei das letzte erhaltene Gebäude vom Typ "Pommersches Gesellschaftshaus" aus dem 19. Jahrhundert. Außerdem hatten sie durchaus Ideen, wie das Haus als neues kulturelles Zentrum in der Stadt zu etablieren sei.

An diesem Wochenende wird gefeiert

Die Frage war nur: Wie soll man das alles finanzieren? Der Verein löste sie am Ende über eine Leih- und Schenkgemeinschaft, in die sich zahlreiche Privatpersonen und Stiftungen einbrachten. Dass es am Ende doch geklappt hat, will der Verein an diesem Wochenende erst einmal feiern. „Alle Interessierte, Freunde und Unterstützer sind herzlich eingeladen mit uns am Freitagabend, 6. Dezember, im IkuWo ab 20 Uhr eine NikoHAUSparty zu feiern", sagt Vereinsmitglied Rasmus Klöpper. Am Sonnabend, 7. Dezember, lädt der Verein dann um 11 Uhr zu einem Rundgang durch die Stadt ein, der um 11 Uhr auf dem Karl-Marx-Platz beginnt und gegen 12 Uhr vor der Stralsunder Straße 10 endet.

Dort gibt's anschließend noch heiße Getränke und Gespräche - natürlich dreht sich alles um die Frage, wie der Verein seine Pläne zur Sanierung und Nutzung des Gebäudes umsetzen kann. Für Rasmus Klöpper ist jedenfalls klar: „Wir freuen uns riesig. Jetzt ist die Voraussetzung dafür geschaffen, dass wir unsere Pläne umsetzen können. Vor uns liegt jetzt die Aufgabe das alte Haus nicht nur zu erhalten, sondern möglichst behutsam für die Zukunft zu sanieren.“