Greifswalderin geht nach Japan

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Jetzt gibt’s Sushi statt Erdbeertorte

Hakaru Kodama brachte Mareike Braun in einem Volkshochschulkurs die Grundkenntnisse der japanischen Sprache bei. Die wird sie sicher jetzt sehr gut gebrauchen können.
Hakaru Kodama brachte Mareike Braun in einem Volkshochschulkurs die Grundkenntnisse der japanischen Sprache bei. Die wird sie sicher jetzt sehr gut gebrauchen können.
Ulrike Rosenstädt

Mareike Braun gehört zu den pfiffigen jungen Vorpommern, die ihre Heimat in der internationalen Wirtschaftswelt vertreten. Sie hat ihren Greifswalder Schreibtisch gegen einen Arbeitsplatz im Herzen von Tokio eingetauscht.

Eben noch im Japanischkurs an der Volkshochschule und jetzt schon auf dem Weg in das Land der aufgehenden Sonne.
Mareike Braun ist 27 Jahre alt, Mitarbeiterin einer großen deutschen Mittelstandsbank und Werksstudentin. Das bedeutet, sie arbeitet und studiert. Als feststand, dass ihre Bank ihr einen Aufenthalt in Japan ermöglicht, setzte sie sich nach der Arbeit im Büro und nach der Uni auch noch auf die Volksschulbank und lernte Japanisch.

Mit diesen sprachlichen Grundkenntnissen und vielen guten Wünschen im Gepäck beginnt sie heute ihr Abenteuer Japan. Für vier Monate tauscht sie ihren Greifswalder Schreibtisch gegen einen Arbeitsplatz im Herzen von Tokio ein. Was genau wird sie dort zu tun haben? „Ich werde nicht hinter einem Schalter stehen und japanisches Geld auszahlen, so viel steht fest“, sagt Mareike Braun. Die Bank, für die sie in Deutschland arbeitet, betreut Kunden in vielen Ländern der Welt – so auch im asiatischen Raum.  „Ich habe mich schon immer für Asien interessiert und ich freue mich so unheimlich, dass sich die Dinge so gut fügen.“

"Macht euch bitte keine Sorgen"

Kurz vor ihrer Abreise aus Deutschland häufen sich die Termine, ihr Zettel ist richtig voll, doch Zeit für eine Tasse Kaffee und ein Stück Erdbeertorte muss sein. „Die wird es dort ganz sicher nicht geben", sagt sie und genießt den Kuchen. Aber die 27-Jährige hat keine Angst vor dem, was jetzt kommt, auch nicht vor der asiatischen Küche. „Ich liebe Sushi", sagt sie.

All jenen, die aus Fürsorge Zweifel an ihrem Vorhaben anmelden, entgegnet sie: „Ich gehe für eine überschaubare Zeit in ein hochmodernes Land, macht euch also bitte keine Sorgen.“ Am Tag nach ihrer Geburtstagsparty, die gleichzeitig ein Abschiedsfest mit ihrer Kriener Familie, Freunden und Kollegen war, ist die zierliche Frau aber emotional doch etwas angeschlagen: „Alle sind unheimlich lieb und machen sich so viele Gedanken.“ Doch nur kurz kullern ein paar Tränen.

Mareike Braun hat versprochen, so bald sie sich mit der Technik vor Ort vertraut und alles eingerichtet hat, uns und natürlich Ihnen, liebe Leser, von ihren Eindrücken aus dem rund 9000 Kilometer entfernten Japan zu berichten. Doch zunächst wünschen wir der jungen Frau aus Vorpommern eine gute Reise und einen guten Start in Tokio.