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Klammer Hochstapler geht Polizei in Netz

Das Amtsgericht Greifswald erließ einen Haftbefehl wegen gewerbsmäßigen Betrugs gegen den Mann.
Das Amtsgericht Greifswald erließ einen Haftbefehl wegen gewerbsmäßigen Betrugs gegen den Mann.
dpa

Er lebte auf großem Fuß, gab sich als Professor aus, kaufte Wohnungen - bezahlte aber die Rechnungen für all seine Aufträge und Käufe nicht. Nun hat die Polizei den Serienbetrüger geschnappt.

Er gab sich als Jurist, Doktor und Professor aus, spielte den wohlhabenden Mann. Doch in Wahrheit war er ein dreister Hochstapler. Bei seiner Festnahme hatte er gerade einmal vier Schweizer Franken in der Tasche. Beamte der Greifswalder Kriminalpolizei haben einen Serienbetrüger verhaftet, der Hoteliers, Immobilienmakler und Autohändler in der Region um über 10 000 Euro geprellt haben soll. "Er hat ihnen immer glaubhaft vorgegaukelt, die fälligen Rechnungen erst später begleichen zu können", teilte Polizeisprecher Axel Falkenberg mit.

Wie die Polizei in Anklam mitteilte, hatte sich der 55-Jährige unter anderem in Greifswald in drei Hotels eingemietet, von denen allein eines bis heute auf die Begleichung von Kost und Logis in Höhe von 7000 Euro wartet. Zu den ihm zugeschriebenen Betrügereien gehören auch der Kauf einer Wohnung in Greifswald für 150 000 Euro und die Bestellung von Möbeln in Höhe von 90 000 Euro. In allen Fällen blieb er den Kaufpreis schuldig. In Zinnowitz hatte er einen Architekten beauftragt, eine Villenwohnung im Wert von 2,5 Millionen Euro nach seinen Vorstellungen umzuplanen. Er gab vor, die im Bau befindliche Wohnung kaufen zu wollen. "Er ist sehr überzeugend aufgetreten und psychologisch geschickt vorgegangen", sagte der Polizeisprecher. Auch den Ermittlern habe er wilde Geschichten aufgetischt.   

Der in Greifswald geborene Mann war wegen seit 1993 mehrfach begangenen Betruges und anderer Straftaten bereits zu einer zweijährigen Haftstrafe verurteilt worden. Die Polizei schließt nicht aus, dass er auch im Raum Greifswald und auf Usedom weitere Straftaten begangen haben könnte. Das Amtsgericht Greifswald erließ einen Haftbefehl wegen gewerbsmäßigen Betrugs.