OHNE ZWISCHENSTOPP

Neue Schnellbus-Linie hat bald Premiere

Vorpommern bekommt eine neue Schnellbus-Verbindung: Die Verkehrsbetriebe des Landkreises richten eine Express-Linie zwischen Greifswald und Neubrandenburg ein – das wirtschaftliche Risiko will die Gesellschaft ganz allein tragen. Zunächst fährt der Bus allerdings nur drei Mal pro Woche.
Gabriel Kords Gabriel Kords
Platz für 55 Fahrgäste: Der Schnellbus hat bald Premiere.             
Platz für 55 Fahrgäste: Der Schnellbus hat bald Premiere.   ZVG
Vorpommern.

Ab April soll der Schnellbus zwischen Greifswald und Neubrandenburg fahren – ohne Zwischenhalt. Mit der Verbindung versucht die kommunale Verkehrsgesellschaft des Landkreises Vorpommern-Greifswald offenbar, das Manko zu beheben, dass die beiden Kreisstädte mit öffentlichen Verkehrsmitteln extrem schlecht miteinander verbunden sind.

Bislang wurde auf der Strecke mit dem Bus ein Umstieg in Jarmen nötig, bei dem oft lange Wartezeiten entstanden. Die Fahrtzeit lag bei mindestens zwei Stunden. Auch mit der Bahn geht es nicht schneller – da die Bahnfahrer über Stralsund oder Pasewalk fahren müssen. Zudem ist die Bahnfahrt mit 22 Euro teuer. Der neue Bus soll nun eine Stunde brauchen, da er auf direktem Weg über die Autobahn fährt. Eine Fahrkarte wird neun Euro pro Fahrt kosten.

Zunächst wird die neue Linie allerdings nur drei Mal pro Woche und Richtung bedient, nämlich donnerstags, freitags und sonntags abends. Der erste Bus fährt am Donnerstag, 3. April, um 17.30 Uhr vom Greifswalder Busbahnhof am Bahnhof ab und um 19 Uhr von Neubrandenburg zurück. In Neubrandenburg wird nur der Busbahnhof angefahren, in Greifswald hält der Bus an mehreren Haltestellen. Zum Einsatz kommen soll ein Neoplan-Bus aus dem Fuhrpark der Gesellschaft, der Platz für 55 Fahrgäste hat.

Für die neue Verbindung fließen keine öffentlichen Fördergelder – somit trägt die Verkehrsgesellschaft auch das wirtschaftliche Risiko für einen Misserfolg aus Eigenmitteln.

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Kommentare (1)

Was lehrt schon die Geschichte: Alles kommt mal wieder. Direkte Busse von Greifswald nach Neubrandenburg und umgekehrt ohne Zwischenstopp. Das gab es alles schon mal. Ich erinnere mich an meine Studentenzeit in Greifswald, in der mich mit schöner Regelmäßigkeit ein durchgehender Bus am Sonntagabend vom heimatlichen Neubrandenburg nach Greifswald brachte. Der Bus fuhr übrigens 18:45 Uhr in Neubrandenburg ab, selbst hier also eine gewisse Parallele zu heute. Rappelvoll war der Bus immer, man brauchte sich eigentlich nie festhalten, umkippen war unmöglich. Studenten (EMAU) und Lehrlinge (NEG) zahlten 2,10 M, der Normalpreis lag bei 4,20 M. Und damit zeigt sich, dass es schon eine Weile her ist: Ende der 1980er bis in die Wendezeit hinein.