Rund 600 Demonstranten

:

Studenten blockieren Zufahrt zu "Wendelstein"

Nach der Demo versuchten die Studenten am Dienstagmittag, die Zufahrt zum Fusionsreaktor zu blockieren.
Nach der Demo versuchten die Studenten am Dienstagmittag, die Zufahrt zum Fusionsreaktor zu blockieren.
Simon Voigt

600 Studierende sorgen für Wirbel in Greifswald: Zuerst demonstrieren sie für mehr Geld im Bildungs-System, danach blockieren sie die Zufahrt zur Kernfusions-Anlage "Wendelstein 7-X". Die abreisenden Spitzenpolitiker müssen warten.

Sie haben keine Geduld mehr und sie wollen sich von der Bundesregierung auch nicht mehr hinhalten lassen. Die Studenten der Greifswalder Universität sind sauer: "Wenn jetzt die sechs Milliarden Euro, die der Bund für Bildung zugesagt hat, nicht langsam innerhalb des Landes verteilt werden, dann müssen auch an unserer Universität Institute schließen. Das Geld wird vor Ort dringend benötigt", erklärte etwa der Student Milos Rodatos am Rande der Demonstration, die am Dienstagmorgen unmittelbar vor der Fertigstellungs-Feier an der Kernfusions-Anlage Wendelstein 7-X stattfand, die anschließend über die Bühne ging.

An dem Festakt nahmen neben EU-Energiekommissar Günther Oettinger (CDU) auch Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) und Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) teil. Die Studenten wollten das verhindern: Zeitweise versuchten etliche Demonstranten, die Zufahrt zu der Anlage zu blockieren. Die Limousine von Günther Oettinger hatte daher Schwierigkeiten, das Gelände wieder zu verlassen. Ministerin Wanka und Ministerpräsident Sellering stellten sich anschließend den Demonstranten und begründeten ihre Bildungspolitik mit kurzen Statements.