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Unbekannte richten großen Schaden an

Mit blutrotem Brunnenwasser demonstrieren Unbekannte gegen die deutsche Asylpolitik.
Mit blutrotem Brunnenwasser demonstrieren Unbekannte gegen die deutsche Asylpolitik.
ZVG

Mit mehreren öffentlichkeitswirksamen Aktionen haben Unbekannte in Greifswald gegen die deutsche Asylpolitik demonstriert.

Unbekannte färbten das Wasser in den Brunnen am Fischmarkt und am Rubenowplatz rot und beschmierten die Stufen am Museumshafen ebenfalls mit roter Farbe. Damit demonstrierten sie gegen die deutsche Asylpolitik.

Außerdem schütteten die Unbekannten Erdhügel auf, die sie mit Holzkreuzen versahen. Diese befinden sich am Museumshafen, am Rubenowplatz, am Fischmarkt und an der Europa-Kreuzung am Eingang der Straße Am Mühlentor. Zusätzlich spannten sie an der Europa-Kreuzung einen Banner mit der Aufschrift "Wer nicht ertrinkt, wird eingesperrt – Deutsche Asylpolitik tötet".

Stadt lässt Farbe auf chemische Zusammensetzung prüfen

Die Stadtverwaltung ließ Wasserproben nehmen, um herauszufinden, wie das Wasser verfärbt wurde. Die Stadt Greifswald ließ die Brunnen vorsorglich mit Bauzäunen sichern.

Am Donnerstagnachmittag teilte die Stadt mit, dass die Filteranlagen mit dem verschmutzten Wasser überfordert seien und ausgetauscht werden müssten. Noch sei unklar, so Andrea Reimann, Leiterin der städtischen Pressestelle, ob das rote Wasser unbedenklich in die Kanalisation abgeleitet werden dürfe oder speziell entsorgt werden müsse.

Sollte das Wasser in die Kanalisation abgelassen werden können, belaufe sich der Schaden auf rund 7000 Euro. Die Stadt entscheidet nun, ob sie Strafanzeige oder Strafantrag stellt.