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Haftstrafe nach Bus-Bränden

Nach der Serie von Busbränden in der Region Parchim hat das Landgericht Schwerin den 40-jährigen Juniorchef des am meisten betroffenen Reiseunternehmens zu ...

Nach der Serie von Busbränden in der Region Parchim hat das Landgericht Schwerin den 40-jährigen Juniorchef des am meisten betroffenen Reiseunternehmens zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt. Dem Mann konnte nach Überzeugung der Richter vom Freitag allerdings nur die Anstiftung für einen von ursprünglich fünf angeklagten Bränden nachgewiesen werden. Zudem hat er sich der Steuerhinterziehung schuldig gemacht. Den Brand legte laut Gericht ein früherer Firmenmitarbeiter, der wegen Brandstiftung eine Freiheitsstrafe von dreieinhalb Jahren erhielt.

Der Schaden bei diesem Brand, der im Januar 2012 ein Konkurrenzunternehmen in Parchim traf, wurde mit rund einer Million Euro angegeben. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig. Die Männer kamen nach über einjähriger Untersuchungshaft zunächst wieder auf freien Fuß. Den Schuldspruch begründete das Gericht unter anderem mit widersprüchlichen Aussagen des 27-jährigen Mittäters in früheren Vernehmungen und mit Angaben aus überwachten Telefongesprächen.