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Braune Früchte als Pferdefutter genutzt

 Extrakte aus den Samen der Rosskastanie werden gegen Beschwerden bei chronischen Venenleiden eingesetzt. Zudem hat der Baum eine lange und interessante Geschichte als Arznei- und Nutzpflanze.
 Extrakte aus den Samen der Rosskastanie werden gegen Beschwerden bei chronischen Venenleiden eingesetzt. Zudem hat der Baum eine lange und interessante Geschichte als Arznei- und Nutzpflanze.
Maja Dumat/Pixelio.de

Bis zum Tag des Baumes am 25. April stellen wir jede Woche einen in unserer Region heimischen Baum vor.

Die Krone der Rosskastanie sieht oft wie eine Wolke aus, Äste kreuzen sich und wachsen anscheinend durcheinander. Die Baumart kommt aus den Balkanländern und hat sich mittlerweile in Mitteleuropa angesiedelt.

Sie wird mit 25 Meter weniger groß als andere Bäume und ist vielleicht auch deshalb ein sehr beliebter Alleebaum. Gemeine Rosskastanien erreichen ein Alter bis zu 300 Jahren.

Auffällig sind im Frühjahr die cremig-weißen Blüten, die sich Ende April bis Anfang Mai öffnen. Sie sind zu Hunderten in verzweigten, großen kerzenartigen Blütenständen vereinigt.

Und jedes Kind kennt wohl ihre braun glänzenden Früchte in den stacheligen Kapseln. Die Freude über den schönen Glanz der Samen hält allerdings nicht lange an, denn sie werden an der Luft schnell matt.

Die Kastanien sind im Gegensatz zur Ess- oder Edelkastanie nicht essbar, wurden früher aber oft an Pferde verfüttert und gaben der Baumart so ihren Namen. Sie sind bitter und für den Menschen leicht giftig.

Erkennen kann man die Rosskastanie gut an ihren Blättern, die im Gegensatz zur Ess-Kastanie gegenständig am Spross stehen. Jedes Blatt trägt fünf bis sieben Fiederblättchen, das sind die kleinen Teilblättchen. Durch ihr tief reichendes Wurzelwerk sind Rosskastanien besonders sturmfest.