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Früherer Dorf-Konsum als Treffpunkt für fleißige Strickerinnen

Einmal in der Woche zieht es Moni (v.l.), Birgit, Sabine, Jutta, Erika und Roswitha ins Gemeindehaus von Wilhelmsburg.
Einmal in der Woche zieht es Moni (v.l.), Birgit, Sabine, Jutta, Erika und Roswitha ins Gemeindehaus von Wilhelmsburg.
Anne Breitsprecher

Diese Wilhelmsburgerinnen haben durch ihr Hobby zueinander gefunden und gleich auch noch die Dorfgemeinschaft neu in Schwung gebracht. Eine der fleißigen Strickerinnen ist Birgit Nitschke. Sie gibt einige Tipps in dem neuen Magazin „Handgemacht“.

17 Uhr in Wilhelmsburg. Frauen mit Körben eilen an jedem Donnerstag fröhlich zur Dorfmitte. Ihr Ziel: Das Gemeindehaus. Dort werden regelmäßig etliche Maschen aufgehoben und wieder fallengelassen – und das mit großer Freude und unter fröhlichem Geklapper und Geschnatter.

Der Stricktreff in Wilhelmsburg ist für Birgit Nitschke und ihre Mitstrickerinnen Moni, Roswitha, Sabine, Jutta und Erika ein fester Termin. Da werden entstehende Socken hin- und hergezeigt, neue Maschen gefeiert und gemeinsame Projekte entwickelt.

„Wir haben eine Zeit lang alle Topflappen in Eulenform gestrickt, Sektkorken oder alte Tennisbälle behäkelt und mit CDs und Garn Fensterschmuck gemacht. Und noch so viele andere Dinge“, sagt Birgit Nitschke und deutet auf die Anbauwand und die Raum-Deko mit den fertigen Stücken der munteren Truppe.

Los ging aber eigentlich alles mit ihrem Job im Call-Center. Dort habe die 50-Jährige zum Ausgleich zu der kopflastigen Arbeit mit dem Stricken angefangen. Im Ort hat Birgit Nitschke dann Jutta Kiehnbaum getroffen und deren tolle Strickmützen bewundert. Nach ersten Tipps kamen die ersten privaten Treffen und immer mehr Strickwillige. Der Bürgermeister von Wilhelmsburg war über diese Eigeninitiative so begeistert, dass er den Damen einen Gemeinderaum für ihre Handarbeitsrunden anbot. Seither wird im ehemaligen Konsum gestrickt und gehäkelt.

Das passt, finden die Frauen. „Früher war das ja auch der Ort, an dem man sich getroffen und Neuigkeiten ausgetauscht hat“, sagt Birgit Nitschke und lacht. „Nichts anderes passiert neben dem Klappern der Nadeln auch bei uns.“

Das Magazin „Handgemacht“ von der Nordkurier Mediengruppe ist ab dem 10. September 2015 erhältlich im Servicepunkt im Medienhaus des Nordkurier, im Einzelhandel sowie im Direktversand zum Preis von 2,95 Euro. Bestellungen sind möglich per Telefon unter 0800 4575033 oder unter www.nordkurier.de/handgemacht