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Hauskäufer müssen Preissprünge verkraften

Die Preise für Neubauten sind auch im Nordosten gestiegen. Interessenten sollten sich daher auch gebrauchte Häuser anschauen.
Die Preise für Neubauten sind auch im Nordosten gestiegen. Interessenten sollten sich daher auch gebrauchte Häuser anschauen.
Arne Dedert

Immobilien sind in den meisten Städten der Region innerhalb von zwei Jahren deutlich teurer geworden. Lohnt es sich jetzt bei uns noch, in das „Betongold“ zu investieren?

Der Anstieg der Immobilienpreise kennt auch in der Region fast keine Grenzen – mit wenigen Ausnahmen. Wie eine Übersicht der Landesbausparkassen (LBS) zeigt, bewegt sich der Höhenflug inzwischen teilweise im zweistelligen Prozentbereich. Zu den Spitzenreitern unter den ausgewerteten Städten mit mindestens 20 000 Einwohnern zählen Neubrandenburg und Neustrelitz.

Hier sind insbesondere die durchschnittlichen Quadratmeterpreise für neu gebaute Eigentumswohnungen in den vergangenen zwei Jahren um etwa ein Drittel gestiegen. Weniger gefragt ist dagegen die Uckermark: In Prenzlau bleiben die Preise stabil, in Schwedt wurde der Quadratmeter deutlich billiger.

Auch auf gebrauchte Häuser achten

Angesichts der aktuellen Preissteigerungen bei Immobilien rät Finanzexperte Axel Drückler, sich vor dem Kauf nicht nur Neubauten anzuschauen, sondern auch gebrauchte Häuser in die nähere Auswahl zu nehmen. „Hier besteht oft noch eher die Chance auf einen vernünftigen Preis“, sagt er. Dieser Tipp wird durch den LBS-Preisatlas untermauert. Danach liegen die Steigerungsraten für gebrauchte Eigenheime nicht so hoch wie bei Neubauten.

„Im Vergleich zu Westdeutschland liegen die Immobilienpreise bei uns oft eher auf einem niedrigen Niveau“, berichtet Thomas Thiet von der Landesbausparkasse Ost in Potsdam. Trotzdem steigen wegen der großen Nachfrage auch in den neuen Ländern die Preise.