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Laub-Netz und Eisloch: Die kalte Winterzeit am Teich

Jetzt, im Spätherbst, fallen noch einige Pflegearbeiten an, um auch kleine Gartenteiche und ihre tierischen Bewohner unbeschadet über den Winter zu bringen.

Um kleinere Teiche vor fallendem Laub zu schützen, haben sich engmaschige Netze bewährt. Foto: Peter Busch
Um kleinere Teiche vor fallendem Laub zu schützen, haben sich engmaschige Netze bewährt. Foto: Peter Busch

Teiche sind nährstoffarme Biotope, und ein Einbringen von organischem Material sollte deshalb vermieden werden. Bei einem ungepflegten Teich sammeln sich das Falllaub der umliegenden Bäume und Sträucher oder auch die absterbende Blattmasse der Ufer- und Flachwasserpflanzen im Wasser an. Diese Nährstoffanreicherung führt dann zu Umsetzungsprozessen; es entstehen so Schwefel-wasserstoffe und Kohlendioxide unter Verbrauch von Sauerstoff.

Das kann zu einer Schädigung von Pflanzen und Tieren besonders in kleinen Teichen führen. Es ist deshalb sinnvoll, die üppigen Ufer- und Flachwasserpflanzen, wie Rohrkolben, Schilf und Binsen, über dem Wasser abzuschneiden, wenn sie vergilben, und die Blätter dem Kompost zuzuführen.

Hineinfallendes Laub wird alle paar Tage abgeharkt, ehe es zum Grund des Teiches absinken kann. Hat man bei kleineren Teichen Probleme mit Falllaub, da in der näheren Umgebung große Laubbäume stehen, so hat es sich bewährt, während des Laubfalles einfach ein engmaschiges Netz, wie es zum Schutz vor Vögeln bei Obstbäumen und -sträuchern benutzt wird, über den Teich zu spannen.

Ein weiteres Problem kann der Frost im Winter sein. Bei Teichen mit einer Wassertiefe von mindestens 80 Zentimeter in der Tiefwasserzone gibt es keine Probleme; sie frieren nicht durch. Flachere Teiche, bei denen Pflanzen und Tiere vom Frost geschädigt werden können, sind einfach zu schützen. Kleine Wasserlöcher werden mit Brettern abgedeckt und zusätzlich mit Laub geschützt. In frostfreien Perioden ist ein Lüften aber dringend erforderlich.

Luftpolster hilftgegen Durchfrieren

Bei größeren Teichen legt man auf die Wasseroberfläche einen kleinen Holzrahmen, der mit einer Styroporplatte ausgefüllt ist. Nach der Bildung einer Eisdecke von wenigen Zentimetern entfernt man die Styroporplatte und entnimmt Wasser, so dass ein Luftpolster von einigen Zentimetern entsteht. Diese Luftschicht ist eine optimale Isolation und verhindert ein Durchfrieren des Teiches, auch wenn sich eine zweite Eisschicht unter der Luft bildet. Wem dies zu aufwändig ist, der kann auch auf im Gartenhandel angebotene elektrisch betriebene Eisfreihalter zurückgreifen.Hat man es vor den ersten Frösten versäumt, eine Öffnung im Eis zu schaffen, sollte man das Eis nicht einfach aufhacken. Die Schwingungen der Schläge setzen sich im Wasser fort und schädigen die Tierwelt. Im schlimmsten Fall platzen die Schwimmblasen der Tiere, die dann sterben. Eine schonende Öffnung der Eisschicht erreicht man, indem man an einer Stelle durch einen Schlauch heißes Wasser auf das Eis gießt, bis es an dieser Stelle geschmolzen ist.

Um die Tierwelt des Gartenteiches zu schonen, ist das Betreten einer festen Eisfläche nicht angebracht. Die Tiere, die am Grund mit geringer Stoffwechselaktivität überwintern, werden aufgeschreckt und verbrauchen wertvolle Reserven.