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37. Spiel um Platz 3: TSG 1899 Hoffenheim - Hertha BSC Berlin 1:1, 6:5 i.N.

Das kleine Finale steht an. Letztjahr-Vize Hertha BSC Berlin und die Hoffenheimer gehen im vorletzten Duell des aktuellen Turniers aufs Parkett. Die Berliner ganz in schwarz, die 1899er sind auf weiße Trikots und blaue Hosen umgestiegen. Und in sportlich fairer Geste gibt es am Mittelkreis den Gemeinschaftsring aus Spielern beider Teams. Applaus dafür.

Das erste Getändel vor dem Hoffenheim-Kasten bleibt ohne Folgen. Auf der Gegenseite prüft Joshua Muders, ob der Berliner Keeper Tim Geschke sein Handwerk beherrscht. Tut er. Samuel Lengle schickt Muders dann auf links, aber der Ball wird zu schnell.

Franz Wetzel schießt für Hertha nach zweieinhalb Minuten das 1:0. Und packt gleich mal den Gangnam-Style aus. Feiern können sie wie die Großen.

Hoffenheim geht jetzt ein bisschen die Turnierpuste aus. Die Hertha stellt die Wege zu. Und kommt immer wieder gefährlich. Jannik Bachmann probiert es mehr mit einer Flanke als einem Schuss. Der Ball senkt sich gefährlich, Tim Lazarus kann ihn gerade noch so an die Latte lenken und vor der Linie halten.

Hoffenheim bringt 5 Minuten vor Schluss fünf frische Kräfte. Ist ja nur ein Tor. Muders zwingt Tim Geschke im Hertha-Gehäuse zu einer Glanzparade.

Auf der anderen Seite erreicht Jessic Ngankam ein freilaufender Ball, aber er kann ihn nicht richtig kontrollieren und Gefahr ausstrahlen. Das rächt sich. Der flinke Andreas Müller überlistet Tim Geschke im Berliner Kasten mit einem überlegten Heber und netzt ein. Dann lassen sich die Hoffenheimer den Ball abnehmen. Elias Abouchabaka läuft frei auf Tim Lazarus zu. Aber er bringt den Ball nicht am Keeper vorbei. Das war eine vergebene 150-Prozentige.

Das Spiel bleibt munter. Kolcak scheitert an Geschke, Ngankams Schuss wird im letzten Moment auf der Gegenseite abgelenkt. Weiter 1:1. Die letzten Sekunden ticken herunter. Drei, zwei eins: Wir gehen ins Neunmeterschießen.

Damit dürften noch einmal die beiden Schlussmänner ins Visier der Aufmerksamkeit geraten, die beide schon eine Klasseleistung geboten haben. Tim Geschke für Berlin, das Hoffenheimer Tor hütet Tim Lazarus.

Jessic Ngankam beginnt für die Hertha. Rechts halbhoch. Treffer. Marco Stephani findet in Geschke und dann der Latte seine Meister. Jannik Bachmann legt für Hertha nochmal nach. Aber Marc Ehmann hält mit seinem Treffer die Spannung aufrecht.  Lazarus macht dann eine Glanzparade gegen Abouchabaka. Rodan Kolcak mit Glück und dem Innenpfosten zum Gleichstand. Jetzt nimmt Tim Geschke die Verantwortung und den Ball in die Hand, scheitert aber an Lazarus. Im Überschwang der Gefühle tut es ihm Lazarus gleich. Und schießt drüber.

Es geht wieder von vorne los. Erneut Ngankam, diesmal trifft danach auch Stephani. Bachmann bringt Hertha wieder nach vorn. Und Ehmann ins Dreiangel zieht nach.  Die Verlängerung der Verlängerung. Auch Abouchabaka trifft. Ebenso wie Kolcak. Jetzt müssen nochmal die Torhüter ran.

Lazarus hält gegen Geschke. Und jetzt? Jetzt haut er den Ball selbst in die Mitte des Tores und sichert dem Turnier-Neuling den Platz auf dem Treppchen durch ein 6:5 im Neunmeterschießen, nachdem sich beide Teams in den regulären 12 Minuten 1:1 getrennt hatten. Ein dritter Rang bei der Knabenturnier-Premiere, die Reise an den Tollensesee hat sich für 1899 gelohnt. Jungs, kommt bald wieder!