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Zum Glück gibt es das Internet

Also Simon und Elfi sich kennenlernten, hatte er zwar ein Auge auf sie geworfen, aber sich nicht getraut, ihr seine Gefühle zu offenbaren. Dann trafen sie sich auf einer Internetplattform wieder. Und diesmal nahm Elfi die Sache in die Hand.

Simon, Elfi und die kleine Sophia Wüsten
privat Simon, Elfi und die kleine Sophia Wüsten

Ich lebe, seitdem ich denken kann, in Neubrandenburg. Nicht wirklich war daran zu denken, dass ich einmal einen Bayern heiraten würde.

2004 zog Simon dann als 16-Jähriger mit seiner Familie von Regensburg nach Neubrandenburg. Um schnell Anschluss in der neuen Stadt zu finden, hat seine Familie sich direkt eine neue Kirchgemeinde gesucht. Kurz darauf besuchten sie dann ein Musical-Konzert des Jugendchores St. Michael. In diesem Chor wirkte ich damals schon seit zwei Jahren voller Freude mit. Bei besagtem Konzert bin ich Simon mit meinen 15 Jahren dann so sehr ins Auge gestochen, dass er kurze Zeit später trotz mäßiger Begeisterung am Singen und Musizieren auch Teil unseres Chores wurde. Haupmotivation: Elfi.

Zwei Jahre lang bis zu unserem Abitur haben wir uns von da an jeden Freitag zu den Chorproben, an den Wochenenden zu Auftritten und einmal im Jahr zu einer Chor-Freizeit getroffen. Simons Interesse an mir ist nicht gewichen, mir aber auch weiterhin kein bisschen aufgefallen. Seine Annäherungsversuche waren einfach zu unauffällig - und so hatten wir zwar ein freundschaftliches Verhältnis – mehr aber nicht.

2006 trennten sich dann vorerst unsere Wege und auch unser Kontakt brach ab. Ich ging zum Studium und Simon absolvierte bald daraufhin seinen Grundwehrdienst.

Drei Jahre später – ich war gerade in den Umzugs-Vorbereitungen von Mecklenburg nach Österreich, Simon von München nach Hamburg – haben wir uns bei StudiVZ im Internet wiedergetroffen. Wieder einmal bin ich Simon – diesmal mit einem hochgeladenen Foto – sofort ins Auge gestochen. Ein Kommentar von ihm unter diesem Foto hat diesmal auch endlich mein Interesse geweckt.

Ich war sofort Feuer und Flamme und wusste, dass ich Simon ohne Wenn und Aber noch einmal wiedertreffen wollte und musste. Diesmal bemühte ich mich akribisch um ein Wiedersehen/Date. Eine Woche bevor es für mich nach Österreich und für Simon nach Hamburg ging, haben wir uns in dann in Neubrandenburg getroffen. Aus einem Treffen wurde eine intensive Wiedersehens-Woche. Am Ende mussten Nägel mit Köpfen gemacht werden und so kamen wir noch genau in dieser Woche am 9.9. 2009 zusammen.

Ab dem ersten Tag unsere Beziehung trennten uns 1000 Kilometer für zwei ganze Jahre. Wenige glaubten in den ersten Wochen an unsere Beziehung und viele belächelten uns eher. Aber nach zwei Jahren Extrem-Fernbeziehung und drei gemeinsamen Umzügen haben wir es allen bewiesen. Erst recht seit der Geburt unserer kleinen Tochter Sophia im März 2014 trennt uns nichts mehr.

Am Ende heirate ich also nicht nur einen Bayern, sondern ich ziehe mit ihm auch genau dahin. Aber kirchlich geheiratet wird ohne jeden Zweifel in Neubrandenburg – hier, wo unsere Familien sowie Freunde sind und unsere gemeinsame Heimat ist!

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