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Beim Immergut steht Timo in der ersten Reihe

Es gibt viele bekannte Gesichter auf dem Immergut Festival. Das Event hat eine hohe Dichte an Stammgästen. Doch auffallend am Gesicht von Timo Neder ist, dass es immer in Reihe eins auftaucht. Eine Immergut-Fan-Geschichte …
Anne Breitsprecher Anne Breitsprecher
Timo Neder steht vor einer Bühne mit einem Cocktail in der Hand und zieht an einem Strohhalm
Timo Neder trifft man beim Immergut Festival in Neustrelitz (wie hier bei Cate Le Bon) sehr oft in der ersten Reihe. Anne Breitsprecher
Neustrelitz.

Timo Neder mag Musik. Festivals besucht der 28-jährige Greifswalder schon seit Jahren und die musikalische Ausrichtung des Immergut Festivals ist genau sein Ding. Seit 2016 gehört er in Neustrelitz zum Stammpublikum. Doch damit nicht genug. Wenn er die Künstlerinnen und Künstler schon so hautnah wie beim Immergut erleben kann, dann am liebsten aus der ersten Reihe. Grund dafür ist neben echter Liebe zur Musik allerdings auch eine Frau.

„Es war das Highfield 2015“, erinnert sich Timo. „Ich bin mit meiner damaligen Freundin hingefahren. Wir waren noch nicht lange zusammen und die Aufregung war groß.“ Doch die Begeisterung über das erste gemeinsame Festival währte nicht lang. „Ihr zuliebe schaute ich mir statt der Dropkick Murphys, auf die ich mich gefreut hatte, unter anderem Prinz Pi an und stand in der 15. Reihe und nicht vorne, wie ich es sonst immer mache“, sagt Timo. „Direkt nach dem Festival hat sie mich verlassen. Seitdem habe ich mir geschworen, meine Bands immer anzuschauen und das wo ich möchte.“

Gesagt getan. Zumindest beim Immergut steht Timo regelmäßig in der ersten Reihe. Der Sound sei da für ihn am besten, man verpasse nichts von der Show und stehe nicht direkt im Moshpit, wenn es mal heiß her ginge, begründet er seinen Stammplatz.

Das Immergut ist für Timo Neder immer eines der Jahreshighlights. „Mir sind durch das Immergut schon so viele geniale Künstlerinnen und Künstler aufgefallen, das ist einfach sehr bereichernd“, sagt Greifswalder. Seine Immergut-Höhepunkte im Jahr 2019: „Karies haben mit positiv überrascht. Gewalt und Frittenbude haben mir richtig geflasht. Und das Panel zum Thema ‚Geschlechter(un)gleichheiten auf Festivalbühnen‘ war super“, erklärt Timo. „Ohne die Diskussion wäre mir nur unterschwellig aufgefallen, dass das Immergut viele tolle weibliche Acts hatte. Dass scheint ja gar nicht so selbstverständlich zu sein. Alli Neumann und Mavi Phoenix haben mir richtig gut gefallen.“

Inspiration, die durchaus zum Machen animiert. Kurz vor dem Immergut wurde Timo Neder für Die.Linke in die Bürgerschaft der Hansestadt gewählt. Auch da möchte er sich noch stärker für die Kultur einsetzen.

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