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Brina: "Ich war Teil einer richtigen Jugendbewegung"

Sabrina Ebeling ist eines der Gründungsmitglieder des Festivals und sie war bis 2013 Vorstandsmitglied. Mittlerweile genießt sie das Immergut als Gast. Für den ImmergutBlog erinnert sie sich an die Immergut-Anfänge.
Anne Breitsprecher Anne Breitsprecher
Sabrina auf einem Bild, in dem eine Diskokugel von Händen gehalten wird
Sabrina Ebeling hat kein Immergut Festival ausgelassen. Für sie ist das Event jedes Jahr ein Pflichttermin. privat/Nina Satorius
Hamburg.

„Ich war 17 Jahre alt, als Daniel und Mirko die Idee zum Festival hatten“, erinnert sich Sabrina Ebeling. „Genauso hätten sie mich fragen können, ob ich am Wochenende zu einer Party komme. Ich habe einfach nur gedacht, das klingt cool, ich mach mit“, sagt die 39-Jährige. Eine Leidenschaft fürs Machen, ganz viel Mut und Bock seien dabei gewesen, als das Immergut Festival aus der Taufe gehoben wurde. Ziel der musikbegeisterten Freunde: das Lieblings-Mixtape in ein Festival zu verwandeln und das gleich vor der eigenen Haustür in Neustrelitz. Sabrina, die von allen nur Brina genannt wurde, übernahm damals den Part der Pressesprecherin. Reiner Zufall, irgendwer musste halt beim Radio anrufen, aber es passte.

„Beim ersten Immergut im Jahr 2000 kamen vielleicht 500 Leute, dann 900, dann 1200. Irgendwann waren es jedes Jahr 5000“, sagt die heutige Kommunikationsberaterin. „Ich glaube, es war beim dritten Immergut, als der Sänger von den Beatsteaks auf einem Surfbrett über die Massen getragen wurde. Da habe ich das erste Mal überhaupt realisiert, das wir wirklich etwas Besonderes geschaffen hatten.“ Das Immergut und der dazugehörige Verein gehörten lange Zeit fest zum Leben dazu. Egal, wo Sabrina wohnte, welchen Job oder wie viele Überstunden sie machte, man „kaufte“ sie immer mit ihrem Festival. 2013 war dann für sie Schluss im Verein. „Die Leidenschaft schlief langsam ein. Es gab eine gewisse Routine und für mich begann ein neuer Lebensabschnitt“, wie sie heute sagt.

Sie wollte aber auch Platz schaffen für die neue Vereins-Generation, wollte ihnen einen eigenen Start ermöglichen. Ob es schwerfiel? „Die ersten drei Jahre waren hart“, sagt Brina und lacht. „Ich war durch das Festival Teil einer richtigen Jugendbewegung. Nichts hat mich mehr geprägt. Das legt man nicht einfach so ab. Heute kann ich nur noch genießen.“ Sie hat kein Immergut ausgelassen.

Dass das Festival nach wie vor eine Bedeutung für die Region hat, davon ist sie überzeugt: „Mir ist wichtig, dass es eine Veranstaltung in Mecklenburg gibt, bei der man Live-Musik auf diese Weise kennenlernen und sich damit auseinandersetzen kann und die nebenbei noch zeigt, wie schön unsere Heimat ist. Das muss bleiben.“ Doch daneben geht es ihr auch um etwas ganz Persönliches. „Es gibt keine andere Veranstaltung im Jahr, wo ich alle meine Freunde auf einen Haufen treffe, deswegen ist das Immergut für mich immer noch total wichtig“, sagt Sabrina Ebeling.

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