FESTIVAL-BÜNDNIS M-V GEGRÜNDET

Festival-Macher verbrüdern sich auf dem Immergut

Freundschaften, Flirts und die Liebe zu neu entdeckten Bands – viele Verbindungen wurden auf dem 20. Immergut Festival geknüpft. Der Kick-off zu einem besonderen Zusammenschluss fand hinter den Kulissen in Neustrelitz statt und soll die Festivallandschaft in Mecklenburg-Vorpommern bereichern.
Anne Breitsprecher Anne Breitsprecher
Festivalmacher*innen aus Mecklenburg-Vorpommern stehen vor einer Bühne.
Ein starkes Bündnis für ein bunteres Festivalland M-V (v.l.): Eric Mulsow + Nicole Knoblauch (Freiland Sommerfest), Selina Pavlitschek (PopKW), Birgit Lohmeyer + Horst Lohmeyer (Jamel Rockt den Förster), Daniel Nitsch (PopKW), Stefan 'Boris' Lampe (Wasted in Jarmen), Roberto Raval + Ronny "Molle" Mollenhauer (3000 Grad), Hendrik Menzl (PopKW), Björn Kagel (Immergut), Hans Jensen (Zuparken) Sebastian Gottschalk
Neustrelitz.

Backstage. Auf Bierbänken. Unter einem Pavillon. Stilechter hätte sich Mecklenburg-Vorpommerns erstes Festival-Bündnis nicht gründen können. Am 1. Juni kamen hinter den Kulissen des Immergut Festivals die Macher von sechs Open-Air-Events mit dem Landesverband PopKW in Neustrelitz zusammen. Ihr Ziel: Erfahrungsaustausch und eine gemeinsame Stimme.

Zum Verbund gehören Jamel rockt den Förster in Jamel, das Freiland Sommerfest in Alt Tellin, das Zuparken in Kägsdorf bei Rostock, das 3000 Grad Festival aus der Feldberger Seenlandschaft, das Feine Sahne Fischfilet-Event Wasted in Jarmen und die Kick-off-Gastgeber vom Immergut Festival. Alle eint ihre muckelige Größe von bis zu 5000 Besuchern, ihr Anspruch in Sachen Booking, die Verbundenheit zur Region und ihr Engagement, wenn es um Nachhaltigkeit oder politische wie kulturelle Bildung geht.

„Veranstaltet man ein Festival, tauchen immer wieder neue Fragen auf“, sagte Selina Pavlitschek von der PopKW. „Verschärfungen von Sicherheitsauflagen, die GEMA oder auch, wo bekomme ich Bauzäune und Geschirr her, lässt sich Equipment untereinander tauschen und welche Unterstützer gibt es bereits im Land?“ Künftig soll es zu diesen und weiteren Themen einen direkten Draht zwischen den Festivals geben, so die Geschäftsstellenleiterin der PopKW. Der Verband für Populäre Musik und Kreativwirtschaft M-V ist Träger des Bündnisses und das nicht ohne Grund. „Wenn es zum Beispiel um Mittel aus bestimmten Kulturförderprogrammen geht, sind wir als Landesverband eher berechtigt, diese zu beantragen, als die Veranstalter. Auch davon erhoffen wir uns einen Effekt für die Festivallandschaft in M-V“, erzählte Selina am Rande des Immergut Festivals. Die sechs teilnehmenden Events seien jedoch erst der Anfang. Man sei offen für einen noch größeren Zusammenschluss.

Beim zweistündigen Kick-Off-Treffen auf dem Immergut ging es um Ziele und Erwartungen sowie Möglichkeiten der Vernetzung. Einen Schwerpunkt bildete natürlich auch die Zusammenarbeit mit Politik und Behörden vor dem Hintergrund der Fusion-Debatte um ausufernde Vorstellungen von Sicherheit.

Dass die vielen Popmusikfestivals ein wichtiger Teil der Kulturlandschaft Mecklenburg-Vorpommerns sind, betonte auch Ministerpräsidentin Manuela Schwesig. Sie war bereits am Vortag zu einer Podiumsdiskussion mit den Bündnis-Gründern gekommen und begrüßte den Zusammenschluss.

 

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