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Marco: Nach der Anspannung wird getanzt

Vom Müllpfand zum Vorstand unter Freunden: Marco Lehmbeck hat eine Immergut-Karriere hingelegt.
Anne Breitsprecher Anne Breitsprecher
Marco Lehmbeck
Marco Lehmbeck war mit 15 Jahren das erste Mal beim Immergut Festival. Seitdem wurde das Neustrelitzer Event Jahr für Jahr mehr Teil seines Lebens. Dominik Wagner / Höme - Für Festivals/ Nina Satorius
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Es war das Jahr 2002. Fußballweltmeisterschaft. Deutschland gewann gerade acht zu null gegen Saudi-Arabien und Marco Lehmbeck radelte, happy über das Ergebnis, zu seinem ersten Immergut Festival. Was ihn dort erwartete? „Ich hatte ehrlich gesagt keine Ahnung“, erinnert sich der heute 31-Jährige. „Es war Thema in der Schule und alle meine Kumpels waren da.“

Damals mit 15 Jahren sei das Festival in der eigenen Stadt eine völlig neue und aufregende Erfahrung gewesen, so der Neustrelitzer. „Es ging erst einmal nicht primär um Musik. Man ging einfach hin, um eine gute Zeit zu haben und hat die Bands nebenbei entdeckt.“ Über die Jahre hat sich Marco Lehmbeck mehr mit der Musik beschäftigt. Und auch das Immergut selbst gewann für ihn an Bedeutung.

Wollte er sich anfangs nur sein Ticket durch das Helfen an der Müllpfandstation verdienen, ist er immer weiter in das Immergut-Geschehen „reingerutscht“. „Als DJ habe ich auf den Partys der Neustrelitzer Basketballer aufgelegt, zu denen auch einige Immergut-Organisatoren gehörten, und da man sich gut verstanden hat, bin ich kurzerhand zum Band-Fahrer aufgestiegen.“ Zwei Jahre später die nächste Stufe: Vorstandsmitglied. In der Kreativabteilung der Festivalorganisatoren wurde ein Platz frei. Perfekt für den ausgebildeten Veranstaltungskaufmann mit dem Studienabschluss in kreativem Schreiben und Kulturjournalismus. Marco hatte Bock, sagte ja.

Peu à peu lernte er von den „Alt-Immergutlern“, was es hieß, das Event auf die Beine zu stellen. „Im Zuge des Generationswechsels kamen dann immer mehr Leute dazu, die ich schon seit Jahren kannte. Das Immergut wurde nicht nur von den Älteren an Jüngere übergeben, sondern auch von Freundeskreis zu Freundeskreis. Da ist dann auch ganz viel Spaß dabei“, sagt Marco.

Aus dem Vorstand ist Marco in diesem Jahr zurückgetreten. Andere Dinge im Leben haben mehr Wichtigkeit bekommen, z.B. kreatives Schaffen und Freiberuflichkeit.

Doch dem Verein bleibt er treu. Vieles hat man mittlerweile zusammen erlebt. Unvergessen, der komplette Stromausfall im vergangenen Jahr. Ein defektes Notstromaggregat legte zum Festivalhöhepunkt alles lahm. Das schweißt zusammen.

„Es gibt aber auch sehr viele, sehr schöne Momente, an die ich mich erinnere. Und einer kommt jedes Jahr wieder: die Zeltdisko am Sonntagmorgen. Der Moment, in dem du realisierst, jetzt kann nicht mehr viel schiefgehen, in dem die Anspannung abfällt. Und dann tanzt man gemeinsam mit Besuchern und Bands vor der Bühne in den Tag. Das ist immer das Schönste.“

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