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Muttis ganzer Stolz: Der Sohn macht Immergut klar

Immer den Wegweisern entlang zum Festivalgelände am Neustrelitzer Bürgerseeweg.
Immer den Wegweisern entlang zum Festivalgelände am Neustrelitzer Bürgerseeweg.
Matthias Schütt

Das Immergut Festival wurde auch in diesem Jahr im Großen Haus des Landestheaters Neustrelitz eröffnet. Eine kleine Tradition mit steigender Wirkung.

In Gummistiefeln ins Landestheater Neustrelitz? Einmal im Jahr ist das nichts Ungewöhnliches, denn dann wird das Immergut Festival im Großen Haus eröffnet und sowohl Festivalbesucher aus dem ganzen Land als auch Neustrelitzer treffen sich dazu schon seit vier Jahren in der Mitte zwischen der Wiese am Bürgerseeweg und der Innenstadt.

Konzert gefallen, gleich eine CD geholt

Ein Dankeschön für die jahrelange Unterstützung durch die Residenzstadt und eine Möglichkeit, Ort und Festival einander noch näher zu bringen, so die Absicht hinter der Eröffnung des Immerguts auf der Theaterbühne. „Vielleicht gehen sie ja am Ende des Abends hier raus und sehen, die jungen Leute sind gar nicht so schlimm“, scherzt Marco Lehmbeck vom veranstaltenden Immergutrocken e.V. bei der Begrüßung im Theater am Donnerstag vor fast ausverkauftem Haus. „Und vielleicht traut sich der eine oder andere ja doch noch auf die Festivalfläche“, lädt er ein. Getraut hat sich seine Mutter Beate schon öfter, denn natürlich sei sie stolz darauf, was ihr Sohn und seine Freunde jedes Jahr Ende Mai auf die Beine stellen. Aber sie hat dadurch auch schon die eine oder andere musikalische Entdeckung machen können.

„Future Islands waren letztes Jahr klasse. Da hab‘ ich mir gleich das Album geholt“, sagt die Neustrelitzerin. Und auch bei diesem Theaterabend hält sie eine neue und signierte CD in der Hand, diesmal von Alcoholic Faith Mission aus Dänemark. „Ein tolles Konzert mit ganz viel Power“, so ihr Urteil. Die vier bisherigen Immergut-Theaterabende habe sie alle besucht und es nicht bereut.

Selbst der Einlassdienst ist begeistert

„Am Anfang hat man ein bisschen die Angst, dass man fehl am Platz sein könnte, aber das ist überhaupt nicht der Fall“, sagt Beate Lehmbeck. Missen möchte sie den Abend im Kulturangebot von Neustrelitz nicht, auch wenn ihr Sohn vielleicht mal nicht mehr im Verein aktiv sein sollte. Auch Hajo Funke baut auf die Veranstaltung. „Ich hoffe, dass dieser Abend dazu beiträgt, dass man uns nicht vergisst“, sagt der Mann vom Einlassdienst und schmunzelt. Mehr als 30 Jahre arbeite er schon im Theater und er sei begeistert von den jungen Leuten. „Es ist schon toll, wie die das hier auf die Beine stellen und auch die Gäste sind sehr nett“, so Funke.