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Junge Bullen wollen Neubrandenburg stürmen

Die Mannschaft von RB Leipzig, von links, vordere Reihe: Antonio Alves-Gruner, Hubert Mucha,Velat Türkyilmaz, Jonas Schliewen, Jean-Marie Plath, Adrian Thom, Tim Schreiber, Dennis Borkowski, Erik Exner, Matti-Ole Schwager, Lukas Schulze; hintere Reihe: Aloscha Shpilevski (Trainer), Ben Keßler, Timon Schmidt, Niklas May, Steve Zizka, Ole Hoch, Oskar Harzer (nicht mehr im Verein), Felix Meyer, Linus Zimmer, Alexander Gerth (Mannschaftsleiter). Es fehlt Tom Stuckey (Co-Trainer).
Die Mannschaft von RB Leipzig.

Trainer Aloscha Shpilevski hat vor 15 Jahren mit dem VfB Stuttgart selbst beim Knabenturnier gekickt. Damals hat es nur für den fünften Platz gereicht. Dieses Mal will er mit RB Leipzig ganz nach vorne.

 Neun Siege aus neun Spielen. Mit dieser hervorragenden Bilanz schossen sich die U13-Kicker von RB Leipzig in der sächsischen Talente-Liga an die Spitze. Hier treten die besten Mannschaften aus Sachsen gegeneinander an. Die überregionalen Spiele liefen dagegen eher durchwachsen. Gegen Augsburg verloren sie 5:7, gegen 1860 München und Kaiserslautern gab es nur ein Unentschieden. Immerhin gegen Kaiserslautern konnten die kleinen Bullen ein 4:1 erzielen.

Trainer Aloscha Shpilevski bleibt aber ganz gelassen: „Die Entwicklung der Jungen steht im Vordergrund. Man kann schon positive Entwicklungen sehen, wir müssen aber noch mehr als Team auftreten.“

Die letzte Teilnahme am Knabenturnier verlief nicht unbedingt glänzend – es reichte nur für den zehnten Platz. Diesmal soll es besser laufen: „Wir wollen so weit kommen wie möglich und die Zuschauer begeistern“, sagt Shpilevski.

Die Vereinsgeschichte von RB Leipzig ist noch kurz: Im Mai 2009 hat sich der Verein gegründet. Mittlerweile trainieren rund um die Arena in Leipzig nicht nur der Zweitligist RB, sondern auch 17 Nachwuchsmannschaften. Der Trainingsaufwand ist groß. Bis zu fünf Mal pro Woche kommen die
19 D-Jugend-Spieler um Mannschaftskapitän Jean-Marie Platz und Trainer Shpilevski zusammen.

Der 26-Jährige trainiert die D-Jugend von RB Leipzig seit anderthalb Jahren. Vorher kickte er für den VfB Stuttgart. Verschiedene Verletzungen zwangen ihn jedoch, die Fußball-Schuhe an den Nagel zu hängen. Der Sport ließ ihn aber nicht los, Shpilevski studierte Sportmanagement und trainierte unter anderem auch die D-Jugend des VfB Stuttgart, bevor er nach Leipzig wechselte.

2015 drückt er noch einmal die Schulbank. Er möchte noch ein Studium in Wirtschaftspsychologie dranhängen: „Psychologie ist ein ganz wichtiger Faktor, wenn man mit Kindern arbeitet.“

Er weiß auch um die Schwächen seiner Mannschaft: „Wir sind sehr gut, wenn wir im Ballbesitz sind, aber unsere Defensive muss noch weiter ausgebaut werden.“ Vor dem Turnier möchte er keinen Spieler besonders hervorheben: „Jungen in dem Alter werden dann schnell überheblich. Das schadet dem Spiel.“

Das Spielen in der Halle findet Shpilevski etwas schwierig: „Das Feld ist einfach sehr klein und beengt.“

Trotzdem ist der Trainer optimistisch für den Ballzauber am Tollensesee. „Wir wollen gut abschneiden und die Jungs sollen was mitnehmen“, darum geht es dem 26-Jährigen beim Knabenturnier.

Landesmeister, Erster in der Talente-Liga – die Bilanz aus 2014 gibt durchaus Grund zur Hoffnung.