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König Bolt: Will der Welt zeigen, dass ich der Beste bin

VonSebastian StiekelDer Hype um den Leichtathletengeht wieder los. Morgen startet der Sprintstarin Rom über 100 Meter.Rom.Der König der Leichtathleten ...

Der Sprintstar Usain Bolt hier in Begleitung der Schauspielerin Nicoletta Romanoff in Rom. [KT_CREDIT] FOTO: ETTORE FERRARI

VonSebastian Stiekel

Der Hype um den Leichtathleten
geht wieder los. Morgen startet der Sprintstar
in Rom über 100 Meter.

Rom.Der König der Leichtathleten trägt jetzt tatsächlich eine Krone. Morgen wird Usain Bolt in Rom zum ersten Mal in diesem WM-Jahr in Europa an den Start gehen, und die Veranstalter bewerben dieses Spektakel in gewohnt großem Stil. Auf den Plakaten in der italienischen Hauptstadt ist der Superstar seit Tagen im purpurnen Gewand, mit einem Zepter und gekröntem Haupt zu sehen. „Ich will der Welt zeigen, dass ich der Beste bin und dass man seinen Sport Jahr für Jahr dominieren kann“, sagte Bolt bei einer Pressekonferenz im Athletenhotel von Rom.
Immerhin, er trug dabei ein blaues Poloshirt und eine Schirmmütze statt Königsmantel und Krone. Und seine Botschaft lautete auch: Ich bin noch nicht satt, auch nach drei Olympiasiegen im vergangenen Jahr in London nicht. „Mein Fokus liegt in diesem Jahr auf der WM“, meinte der 26-Jährige – in Moskau will er im August erneut die Goldmedaillen über 100, 200 und 4 x 100 Meter gewinnen. „Ich gehe diese WM genauso an wie die Olympischen Spiele im vergangenen Jahr.“
In diesem Jahr ist Bolt also der König, und manchmal wundert er sich scheinbar immer noch selbst über den Hype, den er überall auslöst. In Rom begann er während der Pressekonferenz auf einmal, die Masse von Journalisten vor ihm mit seinem Handy zu fotografieren. Auch das Rennen selbst beim Diamond-League-Meeting im Stadio Olimpico lässt sich gut verkaufen. Olympiasieger Bolt läuft morgen über 100 Meter unter anderem gegen Justin Gatlin. Solange Bolts größter Rivale Yohan Blake noch nicht fit ist und ihm bis zur WM ohnehin aus dem Weg geht, ist der Amerikaner der schillerndste Gegner, den der Superstar bekommen kann. Gatlin führt die Gesamtwertung der Diamond League nach seinen Siegen in Doha und Eugene souverän an. Außerdem ist er 31 Jahre alt und hat die Kunst der Eigen-PR bereits beherrscht, als den Namen Bolt noch niemand kannte. „Ich starte nirgendwo, um Zweiter oder Dritter zu werden“, sagt Gatlin. Auch Bolt sei nicht unschlagbar. Den Meister selbst ließ das erwartungsgemäß kalt.