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Kriegsende als Thema noch lange nicht abgearbeitet

VonJana OttoDie Mitglieder des Regionalmuseums wollen sich weiter mit dem Massengrab in der Woldeforst beschäftigen. Dort sind mindestens 125 sowjetische ...

VonJana Otto

Die Mitglieder des Regionalmuseums wollen sich weiter mit dem Massengrab in der Woldeforst beschäftigen. Dort sind mindestens 125 sowjetische Kriegsgefangene bestattet.

Demmin.Unter dem Motto „Vergangenheit erinnern - Zukunft gestalten“ stand am Sonntag der Internationale Tag des Museums. Auch das Demminer Regionalmuseum öffnete seine Türen, auch wenn die Besucher keine extra für diesen Tag organisierten Aktionen erwartete. „Gerade zu diesem Thema haben wir in den vergangenen Tagen eine Menge geleistet“, erläutert Petra Clemens vom Regionalmuseum. Denn das Museum beteiligte sich mit mehreren Veranstaltungen an den Aktionen, die in der Hansestadt anlässlich des 8. Mai stattfanden. „Die Frage danach, wie gehen wir mit den Geschehnissen des Krieges und des Kriegsendes in Demmin um, wird uns auch weiter beschäftigen“, ist sich Petra Clemens sicher. Gerade erst wurde die vom Regionalmuseum herausgegebene Broschüre „Das Kriegsende in Demmin 1945“, präsentiert (der Nordkurier berichtete). Die Nachfrage danach ist groß. „Das überrascht mich nicht. Es zeigt, dass dieses Thema noch längst nicht abgearbeitet ist“, sagt Petra Clemens. Die Broschüre sei der Versuch, nach überprüfbaren Quellen zu suchen und sich diesem Thema auf der Grundlage einer historischen Erörterung zu nähern. Gerade die Hansestadt Demmin stünde da angesichts des alljährlichen der Nazi-Aufmarschs vor einer doppelten Anforderung. Im Zuge der historischen Aufarbeitung dieser Zeit wird sich das Museum künftig unter anderem weiter mit dem Massengrab in der Woldeforst beschäftigen, in dem nach bisherigen Zahlen mindestens 125 sowjetische Kriegsgefangene bestattet wurden. „Wir werden auch künftig Angebote dazu machen, weiter darüber nachzudenken, wie wir an das Kriegsende erinnern wollen“, versichert Petra Clemens.
Auch wenn ein Höhepunkt am Sonntag vielleicht fehlten, lohnte sich der Besuch im Regionalmuseum in jedem Fall.

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j.otto@nordkurier.de