Das Cura-Team freut sich auf weitere Veranstaltungen.
Das Cura-Team freut sich auf weitere Veranstaltungen. Mathias Scherfling
Erdmute Aporius, Karin Gratopp, Ruth Zimmermann und Christa Seidel (von links) sind froh dabei zu sein.
Erdmute Aporius, Karin Gratopp, Ruth Zimmermann und Christa Seidel (von links) sind froh dabei zu sein. Mathias Scherfling
Auftakt gelungen

Pasewalker wollen Senioren wieder mehr „Action“ bieten

Das Cura-Seniorenzentrum in Pasewalk hatte Senioren zu einem Spielenachmittag eingeladen − auch Gäste aus dem Stadtgebiet wurden begrüßt.
Pasewalk

Die Stimmung im Café Rühmann in Pasewalk ist gut. Viele Tische sind mit sich anregend unterhaltenden Senioren und Seniorinnen besetzt. An einem Vierer-Tischen sitzen vier Damen. Ruth Zimmermann hat die Einladung für den Spielenachmittag im Café Rühmann beim Friseur entdeckt. „Nun sind wir heute hier und lassen uns überraschen“, sagt die Pasewalkerin. Ihre drei Tischgenossinnen lachen und nicken dazu. Kuchen und Kaffee seien schon mal gut gewesen.

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„Ich habe die Einladung von meiner Pflegerin bekommen, die einmal in der Woche kommt“, meldet sich Erdmute Aporius zu Wort. Sie ist mit ihrer Freundin Christa Seidel gekommen. Alle zusammen halten diesen Nachmittag für eine gute Sache. „Es ist mal eine Abwechslung und ein guter Grund, mal raus aus den eigenen vier Wänden zu kommen“, meint Ruth Zimmermann.

Auch Gäste von außerhalb sind herzlich willkommen

Die vier leben nicht im betreuten Wohnen des Cura-Seniorenzentrums in Pasewalk. Aber Gäste von außerhalb sind mehr als willkommen. „Hintergrund der Veranstaltung ist nicht die Pflege, sondern der Senior“, sagt Einrichtungsleiter Daniel Grimm. Viele ältere Menschen würden momentan zu Hause sitzen. „Wir haben hier ein Restaurant, es besteht die Möglichkeit, die Menschen abzuholen und auch wieder nach Hause zu bringen. Dann ist hier alles barrierefrei und auch entsprechende Spiele sind vorhanden. Deshalb wollten wir den Senioren dieses Angebot unterbreiten“, so Daniel Grimm. Wichtig sei, dass wirklich jeder Senior kommen könne, nicht nur Patienten oder Bewohner der Einrichtung. „Wir konnten in den vergangenen Jahrensolche Angebote nicht machen“, setzt Schwester Svea vom ambulanten Dienst hinzu. Früher habe es einen Tanztee gegeben, aber seit Corona eben nicht mehr.

Auf die Idee mit dem Spielenachmittag ist der Ambulante Dienst gekommen. „Wir haben überlegt, was wir für unsere Kunden machen können. Außerdem ist das ja auch eine Abwechslung für die Mitarbeiterinnen“, so Schwester Svea. Dafür seien auch in der ganzen Stadt Flyer verteilt worden. „Für ein erstes Mal ist der Zuspruch mit rund 40 Teilnehmern gut“, meint Schwester Conny. Wobei es keine Grenze gäbe. „Dieser Nachmittag ist zum Schnuppern gedacht. Wir wollen schauen, wie das angenommen wird. Später wollen wir herumgehen und fragen, welche Ideen und Wünsche die Gäste haben. Die wollen wir dann versuchen zu erfüllen. Sodass wir zukünftig einen Mittwochnachmittag im Monat anbieten können“, erläutert Schwester Conny. Ein Singenachmittag und ein Kinonachmittag seien schon angedacht. Es soll jedes Mal eine andere Idee aufgegriffen werden.

Am Tisch der vier älteren Pasewalkerinnen wird derweil angeregt über mögliche Themen diskutiert. „Ich wäre ja dafür, dass wir so einen musikalischen Nachmittag machen“, meint Erdmute Aporius. Dem stimmt Ruth Zimmermann zu und präzisiert: „Ja Operette, Musical oder etwas leichte Muse könnte mir gefallen.“ Dabei sei egal, ob die Musik vom Band komme oder live gesungen werde. Auch ein Zauberkünstler sei denkbar. Während am Tisch der vier Damen weiter ausführlich geplauscht wurde, spielten die Senioren an den Nachbartischen. So gesehen sollte der Nachmittag eine Neuauflage erfahren.

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