Das Erste

Usedom-Krimi mit fast echten Insulanern

„Schmerzgrenze“ ist der Titel eines neuen Usedom-Krimis, und an die kommt die junge Schauspielerin Barbara Bühl von der Theaterakademie Vorpommern dann auch.
Mandy alias Babara Elisbaeth Bühl erlebt im Waxingstudio ihre Schmerzgrenze. Sie debütiert im neuen Usedom-Krimi
Mandy alias Babara Elisbaeth Bühl erlebt im Waxingstudio ihre Schmerzgrenze. Sie debütiert im neuen Usedom-Krimi Martina Krüger/Vorpommersche Landesbühne
Usedom

Die Jungs haben schon ein paar Bier dabei, und erste Kundin der schwangeren Vanessa ist ihre Freundin Mandy. Der hat sie vorgeschwärmt, wie toll es sei, sich die Schamhaare wegwaxen zu lassen. Mandy, für alles offen, lässt es geschehen. Film-Mandy quittiert die Übung mit einem Schrei – die Schmerzgrenze ist offenbar erreicht.

„Schmerzgrenze“ heißt auch der neue Film der Reihe Usedom-Krimi, der auf Usedom und im Brandenburgischen gedreht wird. Das Waxingstudio, in dem gedreht wurde, steht im Löwenberger Land bei Berlin und wird später per Schnitt auf die Insel Usedom verlegt. Und Mandy ist Barbara Elisabeth Bühl, Elevin im 4. Studienjahr der Theaterakademie Vorpommern. Für einen Drehtag ist sie nach Löwenberg gefahren, um eben jene Mandy zu spielen.

Wie das Ganze in den Film passt, in dem es um das Verschwinden der Pflegedienstleiterin eines Seniorenheims geht, die beschuldigt wird, alte Menschen zu misshandeln, bleibt noch ein Geheimnis. Staatsanwalt Dirk Brunner wird zumindest verdächtigt, mit dem Verschwinden der Pflegedienstleiterin etwas zu tun zu haben – und da er ein Komplott gegen sich vermutet, werden seine alten Fälle aufgerollt.

Regisseure wollen immer überrascht werden

In irgendeiner Beziehung dazu steht sicher auch das Studio. Barbara Elisabeth Bühl war schon etwasnervös, hat in der Nacht vor dem Dreh unruhig geschlafen – schließlich war es überhaupt ihr erster Einsatz bei einem großen Film. Vorher ging es hin und her – ja, nein – und dann doch ja. Ausschlaggebend war wohl, dass sie ein überzeugendes Video eingereicht hat.

Und hier hat ihr die Ausbildung an der Theaterakademie geholfen, auf deren Lehrplan auch Kamera-Workshops stehen. Sie erzählt, dass sie sich nach dem Rat der Dozenten, ihre eigene kleine Geschichte zurechtgelegt hat, und die sozusagen etwas neben dem Text im Drehbuch stand.

Regisseure wollen immer überrascht werden. Das ist auch im Theater nicht anders. Wo sie übrigens drei Tage nach dem Dreh Premiere als Isolde Löwenhaupt in „Die Weihnachtsgans Auguste“ hatte. Eine Woche zuvor brillierte sie als Elmirein „Tartuffe“ nach Molière und wurde dafür gelobt. Ebenso wie für ihre Hanna in „Jenseits der blauen Grenze“. Die Münchnerin scheint ein gutes Jahr zu haben. Während sie sich im Theater und an der Akademie auskennt, war beim Dreh doch vieles neu. Aber sie wurde sofort gut aufgenommen. Hier steht der Schauspieler absolut im Mittelpunkt, setzt sie eine kleine Spitze gegen die Bühne.

Krimi-Fans müssen aber noch Geduld haben

Drei Stunden hat der Dreh gedauert, alles ging zügig. Und Regisseurin Maris Pfeiffer war zufrieden. Sie ist übrigens nicht einzige Studentin der Akademie, die in diesem Usedom-Krimi mitspielt. Wolfgang Bordel, Schulleiter der Theaterakademie, konnte Catharina Schwarze, die das Casting für die Kleindarsteller organisiert und mit der die Vorpommersche Landesbühne schon länger zusammenarbeitet, auch Gloria Giorgini aus dem dritten Studienjahr vermitteln, als Schwarze ganz fix eine Italienerin suchte. Der Usedom-Krimi „Schmerzgrenze“ ist für Herbst kommenden Jahres angekündigt.

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